Der Tongariro

Das nächste Ziel ist der Tongariro Nationalpark. Wir haben uns hier zu einer geführten Wanderung über das Tongariro Crossing angemeldet. Schon vom weiten sieht man den Tongariro über die anderen Berge hinausragen und meine Vorfreude auf die Wanderung wächst je dichter wir dem Berg kommen.

Ein kleiner Stop um 10 Minuten den Sonnenuntergang am Lake Taupo zu genießen.

Irgendwann erreichen wir dann National Park Village. Die einzige kleine Ansammlung an Häusern im Nationalpark. Von hier starten alle Touren. Unser Plan sich mit den Autos irgendwo im Busch zu verstecken erschweren sich da es keine richtigen Seitenstraßen auf dem Weg oder hier im Ort gibt. Letzten Endes entscheiden wir uns es drauf ankommen zu lassen und verbringen die Nacht hinter den Gardinen von Börbel (Isabel’s Auto). Wir schlafen beide mehr schlecht als recht aus der Nervosität heraus doch noch erwischt zu werden. Der Wecker ⏰ ist schon fast so was wie eine Erlösung und raus gehts aus den Federn.

Nach 30 min Busfahrt erreichen wir unseren Ausgangspunkt.

Die Gruppe in der wir wandern ist groß und wir sind alles andere als begeistert. Doch schon nach den ersten 10 min dehnt sich die Gruppe auf den Weg aus und man merkt nix mehr von den vielen Leuten.

Die Wanderung geht ein Seitental hoch und immer noch Spuckt uns der Gedanke durch den Kopf ob es das Geld wert war dass wir für diese Tour ausgegeben haben. Irgendwie hatten wir mehr Schnee erwartet. So weit hätten wir die Tour auch ohne Guide gut laufen können. Nicht desto trotz ist die Landschaft wunderschön und vor uns liegt Mount Doom, der Schicksalsberg aus „Herr der Ringe

Dann haben wir das Ende des Tals erreicht und unsere erster Anstieg zum Crossing (Pass) beginnt.

Als wir schließlich die erste Passhöhe erreichen staunen wir nicht schlecht. Hier ist er: DER SCHNEE!

Nun heißt es Steigeisen anziehen. Nach einer kurzen Einführung wie man mit Steigeisen und Eispickel umgeht geht es an den zweiten Anstieg. Leider habe ich kein Foto machen können auf den raus kommt wie steil es war.

Hier war ich dann doch schon ganz froh die Ausrüstung zu haben. Den Weg hätten wir wohl auch alleine gefunden aber ohne Steigeisen und Eispickel hätte ich hier nicht über den Grad laufen wollen.

Auf der nächsten Anhöhe überrascht uns ein Zelt. Ob da wohl jemand drin geschlafen hat? Schön ist die Aussicht hier oben auf jeden Fall.

Weiter geht es hoch auf den Kraterkamm. Die Seen sind im Winter alle zugefroren und man sieht sie nur als große weiße Schneeflocken. Wir finden eine Stelle am Kraterkamm die so heiß ist und dampft das wie Angst haben unsere Sohlen könnten schmelzen wenn wir dort zu lange stehen blieben.

Nach ner Mittagspause geht es dann an den Abstieg.

Nochmal vorbei an einem der Seen und nach dem überqueren einer großen Schneefelds erreichen wir wieder schließlich wieder einen Pass. Seht ihr die beiden kleinen schwarzen Punkte auf dem Bild? Das sind Wanderer.

Vom Pass geht es dann in Serpentinen immer weiter wieder bergab. Der Weg ist sehr matschig.

Hier hat es vor 7 Jahren mal Nachts eine Bergflanke weggesprengt und seit dem kommen hier die Schwefel-Dämpfe aus der Erde.

Ein letzter Blick zurück bevor es in den Wald geht. Nach 9 Stunden sind wir erschöpft wieder unten angekommen. Was für ein Tag geht es mir durch den Kopf!

Bevor wir uns auf den weiteren Weg machen müssen Isabel und ich uns aber natürlich auch noch ohne Frage Golum’s Pool anschauen. Es ist ein schöner Wasserfall unter dem man im Sommer bestimmt auch gerne badet. Die abendliche Kälte jedoch zeigt uns eher weiter und so schwingen wir uns in unsere Van’s und fahren weiter. Wir wollen heute noch 20 km weiter um auf den nächsten Campingplatz zu kommen auf dem man mit nicht Self Countained Autos stehen darf.

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