Robert’s Point Track

Dieser Beitrag ist etwas zeitlich zurückliegend. Tatsächlich waren wir hier am 04.09.2020 Ich wollte euch aber gerne dennoch über diesen Tag berichten.

Wir haben leider kein Glück mit dem Wetter. Es ist grau heute. Wir beschließen einen kleinen Spaziergang zu den Tatare Tunnels zu machen. Sie sind nicht weit von unser Unterkunft entfernt. Wir laufen 30 min durch den Wald, bis wir schließlich vor dem Eingang stehen. Es sind alte Schächte durch die man Wasser für das Goldwaschen geleitet hat.

Heutzutage sind sie überwiegend trocken. Wir gehen unter Tage. Der Tunnel ist ca. 500 Meter lang und endet vor einem Gitter. Man kann hier zwar raus schauen aber weiter gehts hier nicht. Wir drehen wieder um. Das Echo im Tunnel ist schön. Das Geräusch unsere Füße, wie sie durch die Pfützen stampfen, hallt von den Wänden wieder.

Zurück in der Unterkunft ist mir nicht nach chillen zumute. Ich bitte Siegfried mich zum Ausgangspunkt des Roberts Point Track zu bringen und mich am Abend dort wieder einzusammeln. Der Track führt mich zunächst auf einem gut angelegten Weg zum Fluss.

Ich überquere den Fluss über eine solide Hängebrücke. Auf der anderen Seite empfängt mich ein. Hinweisschild. Es warnt davor den Fluss ohne Brücke auf eigene Faust zu überqueren. Es sind schon drei Menschen auf diesem Wege umgekommen. Krass denke ich mir. Der Weg schlängelt sich am Berghang entlang. Nach ca. 45 min erreiche ich dann das erste Highlight. Eine 109 Meter lange Schwingbrücke. Wahnsinn!

Der Weg geht nach der Brücke steil bergauf. Teilweise muss ich mehr klettern als gehen. Irgendwann flacht er wieder ab. Die Bäume im mich herum sind Moos bewachsen.

Nach weiteren 15 Minuten erreiche ich die Hende’s Hut. Sie ist ein altes Überbleibsel das hier nach und nach verfällt. Niemand kümmert sich mehr um diese Hütte. Von hier geht der Weg an der Felswand entlang runter ins Tal.

Ich gehe noch ca. eine Stunde weiter. Der Regen verschlimmert sich. Der nächste Teil des Wegs geht viel über nassen Fels. Nach ner Weile in entscheide ich mich umzudrehen. Ich höre immer mal wieder Stimmen hinter mir. Als ich meine nächste Pause mache, schließt ein Ehepaar zu mir auf. Keine 20 Meter bevor sie mich erreichen stürzt der Mann und verknackt sich das Knie. Es hilft nix, er muss alleine hier raus. Mit Schmerz verzogenen Gesicht marschiert er weiter.

Ich bin froh als ich den Wald wieder erreiche. Er bietet ein wenig mehr Schutz vor dem Regen. Außerdem ist es hier leichter zu laufen als auf dem nassen Felsen.

Ich komme heil und ganz wieder am Ausgangspunkt an. Da ich ein wenig früh bin laufe ich Siegfried an der Straße entgegen. Ich freue mich schon so richtig auf eine heiße Dusche. Diesen Track werde ich bestimmt nochmal bei besseren Wetter laufen.