Fox Glacier

Dieser Beitrag ist etwas zeitlich zurückliegend. Tatsächlich waren wir hier am 03.09.2020 Ich wollte euch aber gerne dennoch über diesen Tag berichten.

Wir haben heute im Rainforest Retreat in der Ortschaft Franz Joseph übernachtet. Es ist wunderschön im Grünen aufzuwachen. Die Hütten führen sich herrlich in den Palmen Wald ein. Man merkt das immer noch Angst vor Covid-19 herrscht. Von einer Niederländerin, die wir in der Gemeimschaftsküche treffen, haben wir die Unterkunft für uns.

Nach dem Frühstück fahren wir ein Teil der Küstenstraße wieder zurück. Wir haben gestern den Fox Gletscher links liegen gelassen und wollen ihn uns heute mal bei Tageslicht anschauen.

Zunächst stoppen wir aber am Canavans Knob. Dies ist ein kleiner Hügel kurz außerhalb der Ortschaft. Der Weg ist breit und easy zu gehen. Nach 30 min haben wir den höchsten Punkt erreicht.

Auf der einen Seite kann man ins Tal hoch zum Franz Joseph Gletscher schauen und auf der anderen Seite hat man einen schönen Blick auf die Küste. Es ist eine Kombination die man nicht häufig sehen kann: Meer und Gletscher an einem Ort. Wir laufen zum Auto zurück und fahren nun zum Ausgangspunkt der Fox Glacier Wanderung. Die linke Seite des Tals ist komplett gesperrt. Es gab hier Anfang des Jahres einen großen Erdrutsch. Auf der Rechten Talseite kommt man nicht weit mit dem Auto. Wir parken und machen uns zu Fuß auf den Weg zum Aussichtspunkt. Der Weg ist eine gravel Road. Sie ist an einer Stelle der vom Fluss weggespült worden. Sie führt uns durch dichten Urwald. Um uns herum leuchten die verschiedensten grün Töne.

Wir passieren uns one heiße Quelle auf unsere linken. Es ist nicht mehr als eine Pfütze, die dampft. Nachdem wir schon andere heiße Quellen in Neuseeland gesehen haben beeindruckt uns diese nicht mehr.

Nach ner Stunde kommen wir dann an den Aussichtspunkt. Es ist enttäuschend. Wir sind immer noch Meilen weg vom Gletscher und viel kann man zwischen den Bäumen auch nicht erkennen.

Wir laufen noch ein Stück weiter bis zum Ende des Wegs. Von hier aus kletter ich hinunter ins Fluss Bett. Ich bin mir der damit verbundenen Gefahr bewusst, aber es ist keine Wolke am Himmel zu sehen.

Von hier aus hat man einen besseren Blick auf den Gletscher.

Gegenüber sehen wir nun den massiven Erdrutsch der hier im Frühjahr runter gekommen ist. Es war eine Woche lang starker Niederschlag und der Fluss hatte sehr viel Wasser. Ich lese nach das der Erdrutsch noch täglich 11cm rutscht. Krass – diese Vorstellung. Hier haben wir es auf jeden Fall noch mit großen Naturgewalten zu tun. Es wurde wohl gerade erst letzte Woche bekannt gegeben, dass man den Erdrutsch nicht entfernen wird, da man nicht sicher sein könnte das nicht ein erneuter Erdrutsch passieren wird. Außerdem wären die Kosten viel zu hoch.

Die alte Brücke über den Fluss zur ander n Seite ist nun am verfallen. Ich habe mich nicht mehr getraut auch nur einen Fuß auf sie zu setzen.

Auf dem Weg zurück zur Unterkunft machen wir noch einen kleinen Schlenker zum Lake Matheson.

An schönen Tagen, wenn die Windverhältnisse stimmen und das Wasser klar ist, hat man hier eine wunderschöne Spiegelung der Southern Alps. Leider ist Wasser heute trüb und die Berge von Wolken bedeckt. Naja man kann halt nicht alles haben.

Zurück am Auto stellen wir fest, dass wir einen platten haben. So ein Mist! Gott sei Dank gibt es ein Reserve Rad unter dem Auto. Außerdem hat Siegfried alles nötige Werkzeug an Board, anders als ich bei meiner letzten Reifenpanne. Es dauert ca. Eine Stunde und wir sind wieder startklar. Es geht zurück zum Hostel. Wir sind nun alle hungrig und freuen uns aufs gemeinsam kochen..😁