
Die Nacht war kalt. Es hilft nix, meine Blase weckt mich und zwingt mich meinen warmen Schlafsack zu verlassen. Ich schlüpfe schnell in meine Stiefel und husche hinaus zur Toilette. Krass ist es klar geworden – gehts mir durch den Kopf. Das Tal liegt noch im Schatten. Ich fühle mich k.o. obwohl ich gerade erst aufgewacht bin. Jetzt krank werden wäre blöd. Wahrscheinlich sind die kalten Nächte, die mir zu schaffen machen. Wir machen uns einen heißen Haferbrei zum Frühstück und beschließen erneut in den Milford Sound zu fahren. Heute haben wir ein perfektes Wetter zum fotografieren.

Doch erstmal heißt es starten. Der Van steckt fest! Doch mit vereinten Kräften schaffen wir es schließlich ihn bis zur Straße hoch zu schieben. Das kurze Stück hoch zum Tunnel schaffen wir ohne weitere Schwierigkeiten.

Nach dem Tunnel geht es bergab.

Die Serpentinen bergab machen mir jetzt schon ein ungutes Bauchgefühl. Werden wir die in ein paar Stunden wieder hoch kommen? Es liegt noch viel Schneematsch auf der Straße.

Wir haben es zwar nicht früh genug für den Sonnenaufgang geschafft. Aber wir haben dennoch Glück das es windstill ist als wir den perfekten Spot am Ufer finden. 10 Minuten später frischte der Wind auf und nahm allen anderen die Chance dieses Foto mit der Spiegelung von Mitre Peak zu machen.

Ich bin mega glücklich nochmal hierhin gekommen zu sein. Auch wenn ich mich angeschlagen und sehr erschöpft fühle. Nach einer einstündigen Foto Session machen wir uns auf den Weg zurück. Wir wollen heute noch bis Queenstown fahren.
Die Serpentinen vor dem Tunnel sind zwar nicht mehr so voll Schneematsch wie am Morgen. Aber dennoch erschrecke ich als wir plötzlich driven. Die Fahrbahn ist eisig. Wir fahren langsamer und schaffen es schließlich zum Tunnel. Dort waren schon mehrere Kea auf uns. Die sofort Interesse am Auto bekunden und versuchen alles was nicht niet und nagelfest ist mit ihrem Schnabel herauszuziehen. Ganz besonders haben sie es auf die Fensterdichtungen abgesehen.

Je weiter wir gen Queenstown fahren desto stärker werden meine Kopfschmerzen. Ich fühle mich erschöpft. Als wir schließlich das Nomads Hostel in Queenstown erreichen Kippe ich ins Bett und schlafe ein. Nach mir der Weltuntergang.