Heute wollen wir von Te Anau in den Milford Sound. Es gibt nur eine Straße die 200km in den Milford Sound hinein führt. Vorsichtshalber planen wir ein wenig extra Zeit ein. Unsere Bootsfahrt heute Mittag wollen wir auf keinen Fall verpassen. Es ist schön so früh zu starten und den Sonnenaufgang aus dem Auto zu sehen.
Unser erster Stop sind die Mirror Lakes. Ihren Namen tragen sie wegen des spiegelglatten Wassers in dem sich die gegenüberliegenden Berge spiegeln. Es ist schwer eine Perspektive zu finden von der aus man möglichst viel der nahen Berge in der Spiegelung sehen kann.

Die Straße geht überwiegend durch Wald. Immer mal wieder kann man einen Blick über die Graslandschaft auf die Schneebedeckten Berge erhaschen. Das Gras ist mit Raureif überzogen. Man merkt das wir noch Winter haben.

Schließlich erreichen wir den Homer-Tunnel. Er führt uns durch ein massives Granit Massiv das zwischen uns und den Milford Sound liegt. Hier sieht man besonders viele Wasserfälle.

Nach dem Tunnel öffnet sich ein völlig anderes Tal vor uns. Viel grüner, und mehr bewaldet.
Die Bootstour ist, aufgrund von Corona und den ausbleibenden Touristen, besonders günstig und alles andere als ausgebucht. Wir sind mit ca. 25 Menschen auf einen Boot das bestimmt für 200 Menschen ausgelegt ist. Wir stürmen sofort aufs Außendeck. Von hier hat man die beste Sicht.

Zügig legen wir ab und fahren in den Sound. Wir halten uns am linken Ufer des Sounds. Der Kapitän erklärt uns die Flora ind Fauna. Man kam hier Spuren von Erdrutschen sehen.

Als wir schließlich das offene Meer erreichen fängt das Boot an ein wenig zu schaukeln. Der Blick zurück in dem Sound ist grandios. Wir drehen und fahren nun auf der anderen Seite des Sound zurück. Wir kommen sehr dicht an einer Seehund Kolonie vorbei. Ich habe mittlerweile so viele Seehunde gesehen, dass die paar Seehunde die in der Sonne chillen mich nicht mehr vom Hocker reißen. Etwas weiter haben wir eine andere Sichtung. Vor uns im Wasser schwimmen zwei Fjordland Pinguine. Sie sind winzig und auf den Fotos nur als Farbklecks zu erkennen. Es ist schon die zwei im Wasser spielen zu sehen.
Unsere Fahrt geht weiter zum Stirling Wasserfall. Das Boot fährt Speicher ran das ein Großteil des Wassers von Wind zu uns aufs Deck geweht wird.

Zurück gehts in den Hafen von Milford Sound. Bis auf das Terminal für die Boote und ein Hostel gibt es nicht sonderlich viel in diesem kleinen Nest.

Wir fahren zurück zum Homer Tunnel. Direkt hinter dem Tunnel liegt auf der linken Seite die Homer Hut. Es ist eine vom New Zealand Alpine Club verwaltete Hütte. Etwas teurer, aber dafür auch besser ausgestattet als die üblichen Doc Hütten.

Man merkt das es noch Winter ist. Es ist kalt. Wir hacken als erstes Feuerholz 🪵 und machen ein Feuer im Ofen. Der Raum braucht seine Zeit um warm zu werden die Decke ist sehr hoch.

Da sind die kleineren Hütten schon von Vorteil. Wenn man in denen ein Feuer an hat wird es ratz fatz warm. Auf dem Tisch finden wir ein Puzzle und vertreiben uns die restliche Zeit mit puzzeln, während es draußen anfängt zu schneien. Nur Siegfried steckt nochmal kurz seine Nase vor die Tür um ein paar Filmaufnahmen zu machen. Den Rose Saddle der hinter der Hütte liegt werden wir wohl nicht erklimmen. Wir sind alle ein wenig k.o und gehen bei Einbruch der Dunkelheit früh schlafen.