Das Wetter ist heute morgen Grau. Von der schönen Aussicht, die wir gestern aus der Hütte hatten, ist heute nix mehr zu sehen. Dafür bekommen wir Besuch von einem Kea.
Kea werden auch Bergpiraten genannt. Sie sind rebellische, sehr interessierte Vögel. Wir versuchen alle den armen Vogel zu fotografieren. Den Kea scheints nicht zu stören.

Nach einem heißen Haferbrei im Magen brechen wir schließlich auf. Der Weg geht hinter der Hütte leicht bergauf. Nach ein paar hundert Metern erreichen wir ein Schild das uns vor der Lawinengefahr in diesem Gebiet warnt. Da wir bisher noch keinen Schnee gesehen haben, gehen wir unbesorgt weiter.

Der Weg geht kontinuierlich am Hang entlang immer höher in die Berge. Die Wolken kommen und gehen. Ab und zu kann man über die Wolken zu den umliegenden Berggipfeln blicken.

Schließlich erreichen wir eine Weggabelung. Zur einen Seite kann man einen Abstecher von 10 min auf den Gipfel des Mount Luxmore machen. Faul – wie wir sind – lassen wir unsere Rucksäcke an der Weggabelung stehen. Die Aussicht vom Gipfel ist beeindruckend.
Man kann hier und dort noch ein paar Schneeflecken erkennen. Als wir die Kreuzung schließlich erreichen haben wir Glück das ein paar andere Wanderer aufgerauscht sind, denn es sind wieder ein paar Kea’s aufgetaucht die großes Interesse an unseren Rucksäcken bekundet haben. Sie haben eine der Nähte an Sinisa Schlafsack komplett aufgerissen. Ich habe Glück gehabt. Siegfried hat auch wie in kleines Loch im Rucksack.

Von hier geht es erstmal wieder eine zeitlang bergab.

Unterwegs passieren wir noch einen kleinen Shelter. Dieser dient als Schutz falls das Wetter hier mal plötzlich unerwartet umschlagen sollte. Im Shelter gibt es keine Betten und keinen Ofen. Vom Shelter aus geht’s wieder leicht bergauf. Sinisa und Loris sind schon weiter vor gelaufen. Könnt ihr sie auf dem Foto sehen?

Hinter jeden Bergkamm lauert hier eine neue schöne Aussicht. Das Wetter wir immer besser. Es sind nur noch vereinzelt Wolken am Himmel.

Bevor wir den letzten Bergkamm entlang balancieren erreichen wir eine erneute Schutzhütte. Sei doch mal ehrlich würdest du nicht auch die Tür offen stehen lassen bei solch einer Aussicht?!?!

Vom Bergkamm geht es in vielen Serpentinen bergab. Sie wollen einfach nicht Enden. Die Bäume um uns herum werden größer. Bald tauchen wir ein in den Schatten der Berge um uns herum. Im Schatten ist es ganz schön kalt. Müde und erschöpft erreichen wir schließlich die Iris Burn Hut.

Siegfried und ich huschen so schnell wie möglich zum Fluss runter um uns das lang ersehnte Bad zu gönnen. Es tut gut, auch wenn das Wasser Arschkalt ist. Ich schlafe heute im Nebenraum nachdem mir gesagt wurde,wie unerträglich ich schnarche.🙈
