Queenstown

Pläne ändern sich. Ja verdammt. So ein Scheiß aber auch. Dabei habe ich mich so lange schon auf den Kepler Track gefreut. Aber es ist wie es ist und heute morgen sieht das Wetter einfach mal grau nebelig und regenerisch aus. Keine optimalen Bedingungen um eine Wanderung zu starten die gerade für ihre besonders schönen Panorama bekannt ist. Wir entscheiden uns die Wanderung zu verschieben.

Stattdessen machen wir uns auf den Weg nach Queenstown. Die Fahrt an dich ist schon beeindruckend. Was für ein Glück das Siegfried Hintermann Steuer sitzt. So habe ich in Ruhe Zeit die vorbeiziehende Landschaft auf mich wirken zu lassen.

Irgendwann erreichen wir Kingston. Eine wirklich kleine Ortschaft an einem See. Wir entscheiden uns hier eine Pause zu machen und die Drohe auszuprobieren, die Siegfried sich die Tage gekauft hat. Gespannt schauen Sinisa und ich ihm über die Schulter wie er sie Teil für Teil zusammensetzt. Die Kamera überträgt die Bilder direkt auf sein Handy. Es ist der Hammer. Ich will mir auch unbedingt eine DJI Mini zulegen.

Die Straße folgt nun dem Ufer des See’s. Links geht es teilweise 100 Meter weit steil runter zum See. Die Aussicht ist das in Traum. Es ist wie auf einer Postkarte. Gegen Nachmittag erreichen wir Queenstown. Es ist kleiner als ich es mir vorgestellt habe. Spontan machen wir noch einen Abstecher zum Coronet Peak Skigebiet. Von hier hat man einen guten Blick über Queenstown und die umliegenden Berge.

Wir checken ins Base Hostel ein. Es ist zwar günstig, aber das schrecklichste Hostel in dem ich in Neuseeland bisher gewesen bin. Es hat nicht genug Besteck und Teller in der Küche, die zudem überfüllt und dreckig ist. Nachdem wir irgendwie unser Essen zubereitet haben stellen wir fest das es noch nicht mal genug Sitzgelegenheiten gibt und wir uns auf den Boden setzten müssen. Einen Aufenthaltsraum gibt es gar nicht. Ich bin einfach nur geschockt. Ich will weg aus Queenstown. Die beiden andern beruhigen mich und bieten an das wir morgen in ein anderes Hostel umziehen.

Wir gehen raus und machen noch einen kleinen Spaziergang am Seeufer entlang.

Hier liegt unter anderem ein altes funktionstüchtiges Dampfschiff. Es war lange Zeit die einzige Verbindung nach Glennorchy. Die Ruhe am Seeufer tut mir gut. Innerlich bin ich aufgewühlt. Irgendwie beschäftigt es mich mehr als ich dachte das wir unseren Plan ändern mussten. Mal schauen was wir die Tage in Queenstown so mache können, bis das Wetter wieder besser wird.