Clifden Caves

Die Nacht haben wir in der oben Backpacker-Hostel verbracht. Es ist gespenstisch gewesen. Beim Frühstück, im Aufenthaltsraum sitzen wir mit 2 anderen Menschen. Das Hostel an sich ist bestimmt für ca. 300 Menschen ausgelegt. Es ist irgendwie bedrückend. Meist empfinde ich es ja als angenehm wenn ich Platz für mich habe und nen Hostel nicht überfüllt ist, hier aber ist die Stimmung sehr trostlos.

Ich bin froh als wir nach den einkaufen, die Stadt verlassen und uns auf den Weg zu den Clifden Caves machen. Ich habe immer mal wieder von unterschiedlichen Leuten von diesen Höhlen erfahren. Es ist eine der besten Adressen in Neuseeland an denen man auf eigene Faust kostenlos unter Tage gehen kann.

Der Eingang liegt 5 Meter neben der Straße und ist leicht zu finden. Sicherheitshalber machen wir mit unseren Handys noch ein Foto von der Karte auf der Infotafel.

Ich geh voraus. Es wird Dunkel. Ich höre das Echo meiner Schritte von den Wänden widerhallen. Es tropft. Der Boden ist feucht. Nach 20 Metern erkenne ich die erste Wegmarkierung. Hier muss man sich auf allen Vieren unter einen Stein durchschieben. Dahinter kann man wieder stehen. Es geht tiefer und tiefer in die Höhlen.

In der Höhle selbst ist es zu dunkel zum Fotografieren. Meine Kamera habe ich lieber im Auto gelassen. Siegfried und Sinisa jedoch haben ihre GoPro’s dabei. Wenn ihr mögt schaut euch doch mal den zusammenschnitt von Sinisa auf YouTube an.

Nach einer gefühlten Ewigkeit stehen wir vor einer neuen Herausforderung. Vor uns liegt eine Höhle. Sie ist ca. 6 Meter im Durchmesser und der Boden ist komplett mit Wasser bedeckt. Wie tief es ist lässt sich nicht erkennen. Siegfried will sofort umkehren. Mich packt der Ehrgeiz. So kurz vor dem erreichen des Ausgangs will ich nicht umdrehen. Ich habe mir die Tage schonmal vorab ein paar Videos auf YouTube angeschaut wie andere dieses Hindernis überwunden haben. Daher weis ich das es auf der linken Seite im Wasser einen kleinen Sims gibt auf dem man durch weniger tiefes Wasser zur anderen Seite waten kann. Vorsichtshalber ziehe ich mich bis auf die Unterhose aus und mache mich als erster daran diesen Weg zu erkunden. Es klappt. Ich erreiche trocken Fußes die andere Seite.🤪 Sagt man das nicht so? Trocken sind meine Füße zwar nicht, aber ich lebe noch. Ich kann die beiden anderen Überzeugen meinen Beispiel zu folgen. Und über ein paar Leitern und weitere Gänge erreichen wir 10 Minuten später das Ende unserer Expedition. Dreckig, nass und Glücklich genießen wir ein Lunch in der Sonne.

Nachdem wir uns umgezogen haben fahren wir weiter in Richtung Te Anau. Hier wollen wir morgen den Keppler Track starten.

Doch eine Überraschung wartet noch auf uns. Wir haben gerade in unser Lakefront Backpacker eingecheckt und bringen unsere Sachen ins Zimmer, da läuft und ein bekanntes Gesicht übern Weg. Es ist Aroon, mit dem wir in Blenheim schon Wochenlang zusammen auf dem Weingut gearbeitet haben. Ich merke immer wieder wie klein doch Neuseeland ist und wie leicht es ist Leuten wieder übern Weg zu laufen.

Schnell noch ein Bild und dann ab zum Supermarkt bevor er schließt.