
Es ist der zweite Tag unseres Roadtrips. Ich wache auf und muss mich erstmal für ne Sekunde orientieren. Ich bin nicht mehr in der gewohnten Umgebung von meinen Van, sondern auf ner Berghütte am Lake Tekapo. Uns brennt es unterm Hintern. Frühstück gibts später. Wir packen unsere Sachen und machen uns auf den Rückweg zum Auto.
Wir haben gerade den Abstieg von der Hütte hinter uns und den ersten Fluss überquert, als es links neben mir im Gebüsch raschelt. Ich drehe mich in die Richtung. Ich habe erwartet ein Reh zu sehen. – Es ist ein Kängeru!!! Wahnsinn! Gibt es die Überhaupt in freier Natur in Neuseeland? Müssen wir es dem DOC Center melden? All diese Fragen schießen durch unsere Köpfe. Wir haben ihr oben keinen Empfang und müssen bis zum Auto warten um es im Internet nachzuschauen.
Als wir am Auto ankommen gibt es Marmeladen Toast und Kafee. Unsere Recherche ergibt, dass das Kängeru tatsächlich nach Neuseeland eingeschleppt wurde und hier in freier Wildbahn existiert. Es sind besonders schüchterne Tiere die Menschen so weit wie möglich meiden. Was für ein Glück das wir eins gesehen haben. 
Nach einigen Stops zum Fotografieren, erreichen wir Tekapo.

Hier am See steht die Kirche „Church of God the shepherd“ Sie ist besonders bekannt geworden als Motiv für Fotografen die diese Kirche mit dem Sternenhimmel zusammen fotografieren. Sie hat einen sehr malerischen Standort. Fünfzig Meter neben der Kirche gibt es noch ein Denkmal zu Ehren der Collies. Ohne diese Hunde wäre es den Neuseeländern nicht möglich so viele Schafe in den Bergregionen zu halten.


Wir checken ins Hostel ein. Vom Zimmer aus haben wir einen Blich auf den See. Wir kochen und ruhen uns aus.
Um 9 Uhr abends steigen wir den Mount John hoch, um von den Sternenwarten aus Fotos vom Nachthimmel zu machen. Wir sind hier in der Mitte vom Dark Sky Reserve. Dies ist ein großes Gebiet das besonders vor Lichteinflüssen geschützt wird. Hier kann man nachts besonders gut die Milchstraße beobachten.

Der einzige Ort hier ist Tekapo. Es ist ein kleiner Ort, der nicht viel Licht produziert.

Es ist kalt hier oben. Nach ner Weile merke ich wie mir die Finger taub werden. Ich denke es ist Zeit zurück zu gehen und ins warme Bett zu krabbeln.
