Leben im Hostel

Kurz vor dem Lockdown kam die Nachricht von unserem Chef: Entweder Ihr geht in ein der beiden von mir vorgeschlagen Hostels oder ihr habt ab morgen keine Arbeit mehr. So gingen wir murrend ins Cooper Beeach. Der nächste Tag war Regen, dass heißt keine Arbeit für uns. Es gab uns die Möglichkeit das Hostel kennen zu lernen und uns zu orientieren.

Ich muss schon sagen, auch wenn ich jetzt 10$ mehr als im vorherigen Hostel zahle, es ist jeden Cent wert. Die Küche ist größer, besser sortiert und vor allem sauberer. Außerdem gibt es einen gemütlichen Aufenthaltsraum mit Kamin. Im Winter ist das eine wichtige Sache.😁

Zwei Tage nach meiner Ankunft wird der Lookdown ausgerufen. Nun stecken wir wohl oder übel mit allen hier für die nächsten 4 Wochen fest. Macht Nix! Die Leute hier sind cool.

Da gibt es Greg, einen Deutschen der hier in Neuseeland als Imker arbeitet. Er wohnt hier im Hostel mit seiner Freundin Mimi.

Dann sind da noch Alice und Manon die beiden guten Feen des Hostels. Sie gehen Anette, der Hostelmanagerin zur Hand und ich habe einen großen Respekt für deren Kreativität und Sinn für die Gemeinschaft.

Manon ist es auch die für uns alle zu Ostern die Eier im Garten versteckt. Gemeinsam geht es um 9 Uhr auf Ostereier Suche. Im Anschluss wird alles gerecht geteilt. Ganz wie ich es von Zuhause kenne. Immer mehr bekomme ich das Gefühl das wir hier eine große Familie sind.🥰

Alice backt eines Tages eine Schwarzwälder Kirschtorte. Wahnsinn! Sie kommt aus Österreich und ihre Rezepte sind der Hammer. Immer wenn ich etwas probieren darf, so wie von der Torte, schätze ich mich Glücklich.

AWA muss ich nun natürlich auch noch erwähnen. Sie kam kurz vor dem Ende des Lockdowns ins Hostel und löste Alice ab. Die kurz nach dem Lockdown weiter reiste. Sie und Manon organisierten einen Pub Quiz für unser Hostel. Wir alle verkleideten uns zu verschiedenen Themen. Meine Pub Quiz Gruppe hatte das Motto: SPORT. Wir schlugen uns sportlich, auch wenn wir am Ende nicht gewannen.

Hinten im Garten gibt es noch den sogenannten Shed. Es ist ein Schuppen in dem eine Chill Ecke, ein Klavier und ein Billiardtisch stehen. Hier haben wir so einige Partys während des Lockdowns gefeiert. (Natürlich unter uns) Heufig gab es dazu ein gemeinsames Buffet. Jeder kochte ne Kleinigkeit und dann teilte man alles. Ein Genuss für den Gaumen.

Um ein wenig zu sparen schlafe ich im Auto. Ich mache mir Abends immer zwei Wärmflaschen und schlafe dann im Schlafsack unter einer Dauenendecke mit Mütze auf dem Kopf. In den kältesten Nächten wird es so kalt, das ich Eis an den innenscheiben vom Auto habe. Dann weiß ich morgens das ich bei Minus Temperaturen geschlagen habe. Es geht zwar, aber angenehm ist es nicht. Vor allem wenn man morgens sich im kalten Auto anziehen muss. Abends sitze ich häufig nochbim Wohnzimmer und spiele am Handy, recherchiere neue Hikes oder Quatsche mit den Anderen.

Doch jede Zeit geht irgendwann dann zu Ende. Nach ca. 5 Monaten im Cooper Beach ist es Zeit für mich weiter zu reisen. Der Abschied fällt schwer. Ein letztes Gruppenfoto dann steige ich mit Javier ins Auto und fahre nach Christchurch. Javier hat sein eigenes Auto in Christchurch stehen und ich gebe ihm eine Mitfahrmöglichkeit. In Christchurch wartet Isabel auf mich. Außerdem werde ich Chalin und Martin wieder treffen die auch hier im Hostel gewohnt haben. Ich hupe noch zweimal zum Abschied und biege dann im die Ecke.