
Ja, ich gebe es zu! Ich bin zur Zeit etwas nachlässig gewesen und bin etwas hinter her mit den Artikeln auf meinem Blog. Aber nicht desto trotz möchte ich euch über meine Wanderung auf den Mount Richmond schreiben. Der Mount Richmond ist der höchste Berg der gleichnamigen Bergkette. Wir sehen ihn jeden Tag vom Weingut aus. Schon lange zieht es mich in die Berge und ganz besonders reizt es mich Mount Richmond zu besteigen. DieFrage ist bloß, wann ist der Richtige Zeitpunkt? Das wetterfester sollte passen. Wenn ich es zulange vor mir her schiebe wird bald Schnee dort oben liegen und dann will ich dort nicht mehr wandern. Wir machen Negel mit Köpfen. Ende Mai starte ich die Tour . Es sind erstaunlich viele interessiert die Tour mit zu machen. Es sind Roland, Sinisa, Steffen, Nuri und Sebastian. Viel mehr hätten auch nicht in die Hütte gepasst. Da die Tour kein Loop Track ist stellen wir ein Auto am Startpunkt und das andere am Endpunkt unserer Wanderung ab. Wir beginnen recht spät. So ca. 13 Uhr. Als erstes querten wir einen Fluss und folgen anschließend eine 4×4 Drive Weg der langsam den Berg hoch geht. Es ist entspannt, da man nebeneinander laufen kann und sich unterhalten kann. Nach 4km erreichen wir dann den wirklichen Startpunkt des Tracks.

Von hier aus ist es nur noch ein schmaler Pfad und schon gleich merkt man die Steigung. Was habe ich da bloß wieder raus gesucht, gehts mir durch den Kopf. Ich komme ins Schwitzen. Habe mal wieder viel zu viel eingepackt.

Wir gewinnen recht rasch ab Höhe. Immer klarer zeichnet sich ab das wir eine Ridge Line (Bergkamm) bergauf folgen. Links und rechts geht es immer weiter und steiler bergab. Nach 2,5 Stunden erreich n wir eine Stelle an der weniger Bäume stehen und haben einen Blick auf die Landschaft um uns herum.

Vor uns liegt Mount Richmond. Für uns sieht er riesig aus und unweigerlich stellen wir uns die Frage wie wir es jemals dort hoch schaffen werden. Geplant ist das wir in der Richmond Saddle Hut schlafen die auf den Bild links vom Berggipfel auf dem Bergsattel liegt.

Der Wanderweg geht noch 1,5 Stunden weiter durch dichten Wald und schließlich erreichen wir mit einbrechender Dunkelheit die Hütte. Wir kochen uns ein orpolentes Mahl. Sogar eine Flasche Wein haben wir mit hoch geschleppt.

Anschließend geht es in unsere Kojen und früh schlafen.

Der nächste Tag beginnt früh. Wir stehen um 5 Uhr auf. Der Plan den Sonnenaufgang vom Gipfel aus zu sehen geht leider nicht auf. Wir verlassen die Hütte um 7:15 Uhr. Es ist noch dunkel und wir nutzen unsere Kopftaschenlampen. Nach 15 min bergauf durch den Wald, finden wir uns auf einem Geröll Feld wieder. Wir folgen den Markern über die Steine weiter hinauf.

Nach kurzer Zeit sind mir in den Wolken. Es wird immer windiger und kälter. Als wir schließlich den Gipfel erreichen ist uns nicht nach verweilen zu mute. Wie müssen in Bewegung bleiben um uns warm zu halten. Außerdem beträgt die Sichtweite wenige Meter und die Sonne sehen wir nur in unserer Fantasie😂
Über einen Höhenzug geht es weiter. Roland findet einen abgetrennten Ziegenkopf. Die Stimmung ist ein wenig spuky. Irgendwann stellt jemand die richtige Frage: Wo war der letzte Weg Marker. Wir haben den Weg verloren und gehen zurück. Es dauert 20 min bis wir den Weg im Nebel wieder gefunden haben. Es geht weiter bergab.

Kurz vor der Mount Fell Hut kommen wir wieder aus den Wolken hinaus und kurz darauf erreichen wir die Waldgrenze. In der Hütte machen wir ein Feuer und wären uns kurz auf. Viel Zeit haben wir nicht wenn wir im Tageslicht zurück kommen wollen.

Im Hüttenbuch lesen wir über ein Flugzeug Frack das 15min vom Weg ab zu finden sein soll. Kurzerhand beschließen wir diesen Schlenker zu machen. Das Frack finden wir leider nicht.

Es geht immer weiter bergab durch den Wald bis wir schließlich nen Fluss erreichen, an dessen Seite der Weg weiter bis zum Parkplatz führt.


Es fängt an zu regnen und schließlich wird es dunkel. Wo ist der Parkplatz? Wir laufen so lange weiter wie es ohne Taschenlampen möglich ist und werden Zeuge von einem einzigartigen Naturschauspiel. Auf einmal leuchtet die Gegend um uns herum auf. Es sind tausende Glühwürmchen die am Flusslauf leben. Ein eindrückliches Erlebnis.
Schließlich müssen wir unsere Kopftaschenlampen an machen und stellen fest das wir nur 2min vom Parkplatz entfernt waren.
Wir quetschen uns zu 6 ins Auto und dann das! Der Motor springt nicht an. Draußen schüttet es mittlerweile. Es nützt nix zwei von uns müssen raus und laufen zur nächsten Farm. Ein Glück das die nur 2km die Straße runter ist. Der Farmer kommt 20min später und hilft uns das Auto zu starten. Gemeinsam geht es an den Startpunkt der Wanderung wo wir Sebastians Auto einsammeln und dann ab nach Hause. Die Nacht werden wir gut schlafen.
Sebastian und ich haben im Nachhinein der Wanderung ein kleines Video geschnitten, wenn ihr wollt schaut es euch hier an.