Nur ein Wochenende nachdem ich mit Roland den Mount Sunday/Riley Track gelaufen bin, machen würde schon die nächste Wanderung. Diesmal eine etwas weniger lange und Anspruchsvolle😁

Wir machen uns auf den Weg zu den Nelson Lakes. Auf dem Weg dorthin muss Sinisa aufeinmal abbremsen. Sinisa ist Serbe. Wir arbeiten zusammen und schlafen im selben Hostel. Er hatte heute spontan Lust mit zu kommen. Vor uns auf der Straße sind hunderte Schafe. Dicht an dicht. Der Schäfer macht uns Zeichen langsam weiter zu fahren. Es ist neu für uns die Hunde vor uns zu beobachten die, die Schafe auf die eine Fahrbahn Seite lotsen und uns den Weg frei machen.

Nach einer Stunde und 10 min erreichen wir Lake Rotoiti, und entscheiden uns lieber den Mount Robertson Circuit zu laufen, statt wie geplant den Weg am Ufer des Sees zu den Whisky Falls. Am Himmel ist keine Wolke zu sehen. Gleich nach den Parkplatz geht der Anstieg in kleinen Serpentinen bergauf. Uns wird schnell warm und bald schon müssen die erste Pause machen um die Jacken erst einmal wieder einzupacken. Es ist das erste Wochenende an dem wir uns wieder frei bewegen dürfen. Soll heißen der Lockdown in Neuseeland ist offiziell vorbei. Wir haben hier keine Corona infizierten mehr.


Immer höher geht es. Neben uns ist ein großer Erdrutsch. Dort hat es einen Teil des Berghang weggespült. Als wir das obere Ende erreichen geht es in den Wald. Bald müssen wir es doch mal geschafft haben, geht mir durch den Kopf.

Ja, und dann ist es soweit. Die Steigung lässt nach und wir gehen nun ein Stück über den Berg. Es gibt hier eine kleine Hütte die im Winter als Shelter für Skifahrer dienen soll. Wir lassen sie links liegen und machen uns auf den Rundweg. Ab der Hütte geht es wieder Bergab.

Schließlich machen wir eine Pause. Etwas seitlich von einer großen erodierten Stelle, die wir im Anschluss an unsere Pause queer en müssen.

Als die Baumgrenze wieder auftaucht entdecken wir eine Hütte. Es ist eine sehr alte Hütte. Leider wurde hier eingebrochen, erzählt uns der Mann den wir vor der Hütte treffen. Die Hütte trägt den Namen eines Bekannten neuseeländischen Vogels. Es ist ein Vogel der vor allem in den Bergen lebt. Gesehen habe ich ihn selbst leider noch nie.

100 Meter weiter unten gibt es noch eine Hütte von DOC. DOC steht für Departement of Conservation. Es ist die Organisation die sich in Neuseeland im die Erhaltung der Wanderwege und und Hütten kümmert. Sinisa war noch nie in einer Hütte, sodass wir einen kurzen Blick hinein werfen.

Nach der Hütte geht es in entspannter Hanglage mit grandioser Aussicht wieder Bergab.

Nach 3,5 Stunden sind wir wieder zurück am Auto. Am Parkplatz beobachten wir noch Aale und schwarze Schwäne und warten auf den Sonnenuntergang. Letzten Endes wird es mir jedoch zu kalt und wir machen uns auf den Rückweg nach Blenheim. Montag müssen wir schließlich wieder arbeiten.
