
Ich kann es nicht lassen! Wochenende heißt für mich wandern. Während die meisten das Wochenende mit feiern,Bier und Wein verbringen gehts für mich in die Natur.

Da ich mittlerweile aber auch schon einige Geschichten aber vermisste Tramper (Wanderer) gelesen habe, bin ich froh das ich Roland dazu begeistern konnte mich dieses Wochenende auf den Mt. Sunday/Riley Circuit zu begleiten.
Es ist eine lange Wanderung und sie wird noch dadurch erschwert, das wir den Ausgangspunkt, wegen Waldarbeiten, gar nicht erst erreichen können. Wir beschließen uns es dennoch zu wagen und laufen die 4 Kilometer zum Startpunkt. Von hier ausbauen es 8-10 Stunden die uns erwarten. Auf geht’s würde ich sagen.

Nach nem halben Kilometer beginnt der Aufstieg. Und er hört nicht auf! Es geht durch dichte Vegetation. Schon früh fange ich an immer mal wieder kurze Pausen zu machen. So 2 Min um wieder zu Atem zu kommen. So sieht man auch ein wenig mehr von der Natur. Wie zum Beispiel diesen Faintail Bird. Dies ist ein sehr zutraulicher Zeitgenosse und ein sehr typischer neuseeländischer Vogel.



Die Aussicht wird mit zunehmender Höhe immer besser! (Naja dazu später mehr)
Schließlich erreichen wir einen Bergkamm und nach weiteren 20 min bergauf einen Felsen. Als wir diesen bestiegen haben Maut der Hoffnung auf eine Aussicht zeigt sich uns dieses Bild. Ich musste meine Jacke raus kramen. Es ist windig hier oben und kalt. Ich bin jetzt schon ziemlich k.o.


Doch der Gipfel ist dies noch nicht. Weiter geht’s auf den Bergkamm. Es ist halb wandern, halb klettern und die zunehmende Kälte, der Wind und der Nebel machen es uns nicht leichter. Ich sehen mich danach endlich die Hütte zu erreichen in der wir unser Lunch geplant haben. Roland entdeckt sie als erstes. Sie liegt zwischen den beiden Berggipfeln über die wir heute wandern. Welcher jetzt genau der Gipfel war über den wir schon rüber sind kann ich nicht sagen. Es waren einige Stellen die wie ein Gipfel aussahen.


Groß ist die Hütte zwar nicht, aber alleine schon aus den Wind raus zu sein ist eine große Erleichterung. Es kommt einen gleich wärmer vor, auch wenn es das wahrscheinlich nicht ist.

Die Lunch Pause ist zeitlich begrenzt da wir es rechtzeitig wieder aus den Bergen schaffen wollen🙈 Also geben wir uns eine tritt in den Arsch und machen uns wieder auf den Weg. 200 Höhenmeter liegen vor uns. Durch frohen und erschöpft ist jeder Meter eine große Anstrengung für mich. Doch schließlich erreichen wir den zweiten Gipfel. Nach ner kurzen Pause um etwas zu trinken machen wir uns an den Abstieg. Der Nebel hält sich beständig. Nach ner Weile erreichen wir wieder die Baumgrenze. Die Zeit sitzt uns im Nacken und letzten Endes realisiere ich, dass ich mich nicht nur körperlich, sondern auch zeitlich bei dieser Wanderung total verschätzt habe. Es wird dunkel. Wir laufen weiter. Was anderes bleibt uns nicht übrig. Wir müssen das Auto erreichen. Wir zögern den Moment die Taschenlampen anzustellen soweit wie möglich hinaus, doch letzten Endes bleibt uns nichts anderes übrig. Es Dauert weitere 1,5 Stunden, bis wir den Startpunkt des Tracks erreichen und weitere 40 Min bis wir zur yam Auto sind. Ich bin am Ende. Ich kann nicht mehr. Ich lasse mich auf die Rückbank vom VW Bus fallen und verharre erstmal 5 Min ohne mich zu bewegen. Wir haben es geschafft. Aber wie? Zu welchen Preis? Ne so möchte ich mich nicht nochmal fühlen. Ich habe meine Grenzen heute komplett überschritten. Ich trinke ein wenig Wasser und setze mich hinters Steuer. Noch müssen wir es zurück zum Hostel schaffen. Alles geht gut. Nach ner Dusche und ein wenig essen falle ich ins Bett und keine Minute später hört man nur noch schnarchen.
