Was soll das?!?!! Wir sind pünktlich wie verabredet am Montag zum Apple Orchard gefahren bloß um zu erfahren das man den Start Termin eine Woche nach Hinten verschoben hat. Ich bin pissig! Schließlich brauche ich die Arbeit um mich auf eine Visa Verlängerung zu bewerben. Und mir läuft die Zeit davon. Schließlich habe ich noch nix von der Südinsel gesehen. Für meine Visa Verlängerung brauche ich insgesamt 3 Monate Farmarbeit. 2 Monate habe ich schon auf Farmen gearbeitet. Sprich es fehlt mir noch ein Monat Farmarbeit den ich vor Anfang Mai fertig bekommen muss. Außerdem bin ich durch den Van Ausbau auch schon wieder knapp bei Kasse. Wir entscheiden uns zu sparen und uns darauf zu konzentrieren unseren Van fertig zu stellen. Ich hatte von anderen Backpackern mal gehört das es überall in Neuseeland Menz Shed’s gebe. Dies sind Comunity Werkstätten in denen Menschen nach ihrer Rente noch weiter an eigenen Projekten arbeiten können und wo sie die Werkzeuge aus ihrem Berufsleben finden können. Sie haben eine große Tischler als auch eine Metallwerkstatt.

Gegen einen kleinen Obolus dürfen wir die Tools nutzen und arbeiten dort zwei volle Tage um letzten Endes doch nicht fertig zu werden. Der Van bleibt einfach ein Objekt an dem man stetig etwas tun könnte wenn man wollte.

Und als hätten wir nicht schon genug im die Ohren gab es noch einen kleinen Unfall auf der Nordinsel. Ein Junge schaute nicht in den Rückspiegel und öffnete seine Tür als ich gerade an deren Auto vorbei fuhr. Seien Tür säbelte meinen Seitenspiegel ab und bohre sich in meine Tür. Wir ließen alles von der Polizei aufnehmen und ich meldete es meiner Versicherung. Leider sind die anderen nicht versichert. Ich hoffe sie zahlen trotz alledem meine Selbbeteidigung was sie Rechtswegen müssten.
Aber zurück zum Van. Nach zwei Tagen Arbeit reichte es uns. Es galt nur noch den Deckel für unseren Grey water Kanister wasserdicht zu bekommen. Nach drei Geschäften die alle keinen Pass enden Deckel hatten, ließ wir es drauf ankommen und fuhren zu einer Werkstatt um unverbindlich einen Check für das Self Contaiment Certificate zu machen. Und wieder erwarten wurden wie überrascht. Nach dem wir versicherten den Tank zu reparieren, gab man uns direkt das Certificate. WIR SIND ENDLICH SELFCONTAINED!!!!!
Nun wollten wir dies auch endlich mal genießen und machten uns auf den Weg nach Takaka. Es war schon spät und wir entdeckten einen kleinen Parkplatz der zu oben Aussichtspunkt führte.

Unten sieht man die Nelson Bay.
“ Komm mach doch mal ein Foto“

Nach dem gemeinsamen Essen gingen wir getrennte Wege. Beide auf der Suche nach ein wenig Zeit für sich. Ein wenig seinen Gedanken freien Lauf lassen. Schließlich ist es eine intensive Zeit wenn man immer zusammen unterwegs ist. Ich ging etwas die Straße hoch und setzte mich schließlich mit meiner Kamera an den Straßenrand um ein paar Nachtbilder zu machen.


Die erste Nachricht erreichte mich bei Sonnenuntergang. Der Job auf der Apfelfarm sollte sich nochmal um 2 Wochen verschieben! WAS?!?!
Die zweite Nachricht folgte kurz darauf. Isabel rief an. Ihr ging’s nicht gut. Und sie würde gerne zu uns auf die Südinsel kommen. Wie beschlossenen über die ganzen Neuigkeiten erstmal eine Nacht zu schlafen. Wobei ich schon beim einschlafen nach andern Jobs in der Farmarbeit schaute. Vielleicht Blenheim? Dort waren gerade 6 Jobs für die Weinernte ausgeschrieben.
Am Tag drauf machten wir uns auf dem Weg. Anstelle des kürzesten Wegs fuhren wir über Nelson Lakes. Abends stoppten wir am Lake Rotoroa. WOW! Ging es mir durch den Kopf. Ich saß einfach nur da. Was für eine Landschaft. Während ich etwas Bewegung nach der Fahrt brauchte, war Anjin eher nach Ruhe.

So machte ich mich alleine auf den Weg am Seeufer entlang. Mein Ziel war die Spitze einer kleinen Landzunge die in den See ragte.

Auf der anderen Seite ging es in eine kleine Bucht. Auch hier gab es wieder einen Steg von dem aus man im Hintergrund die Zweitausender der Neuseeländischen Alpen erkennen konnte.

Nach einer ruhigen entspannten Nacht am See und einen späten langen und ausgiebigen Frühstück fuhren wir weiter nach Blenheim, den schließlich galt es Isabel vom Flughafen abzuholen.

Was für ein schönes Wiedersehen. Irgendwie wächst man sich schon ans Herz wenn man so lange gemeinsam unterwegs ist und eine so intensive Zeit auf reisen miteinander verbringt. Sie würd die nächste Woche mit ins verbringen bevor sie zurück nach Auckland muss.