Havelock nach Motueka

Wir verlassen die Marlborough Sounds und machen uns auf die Fahrt nach Motueka. In Motueka haben wir uns auf einer Farm zum Apfelernten beworben. Starten soll die Arbeit am nächsten Montag. Gen Abend erreichen wir Havelock und Genießen die Aussicht über die Bucht nach Havelock rüber bevor wir ins Dorf fahren.

Durchs Seitental können wir schon einen kleinen Blick auf die neuseeländischen Alpen erhaschen. Das Segelboot liegt so idyllisch in der Bucht das in mir das Fernweh aufkommt. Es macht mich etwas melancholisch und wehmütig.

Der Campingplatz in Havelock ist und zu teuer. Wir fahren lieber weiter und suchen uns im nächsten Seitental einen Campingplatz der etwas abseits liegt.

Das Glück ist uns hold und der Campingplatz ist ein wahres Paradies.

Der nächste Tag ist leider so veregnet das wir uns entscheiden im Aufenthaltsraum des Campingplatzes „Herr der Ringe – Die Gefährten“ zu schauen, anstelle das wir sofort aufbrechen. Erst spät am Nachmittag können wir uns aufraffen und fahren weiter. Wie wir feststellen sind die beiden Parkplätze auf denen wir kostenlos schlafen könnten schon belegt.

Kurzum machen wir uns auf den Weg zurück und fahren am Pelorus River das Tal hinauf.

Die Straße ist eine Gravelroad (kiesstraße) und ich sage noch zu Anjin: “ wenn uns hier noch ein Ranger kontrollieren kommt – hat er sich das Strafticket das wir fürs illegale campen zahlen müssten wirklich verdient.

Kleine nebenerwähnung sei noch gemacht: am Pelorus River ist die Scene aus dem Hobbit gedreht in dem die Zweige und Bilbo in Fässern auf dem Fluss den Elben entkommen.

Am Ende der Straße beginnt ein Wanderweg der weiter am Fluss das Tal hinauf folgt. Er ist unter anderem Teil des Te Araora Trail, der einmal über beide Inseln geht und dabei das nördlichste Ende mit dem südlichsten Ende verbindet. Am nächsten Morgen entscheiden wir uns ein Stück von diesem Weg zu wandern. Hierbei fallen uns immer wieder Bäume auf die von einer Art schwarzem Pilz befallen sind. Dieser scheint einen süßen Saft zu produzieren der wiederum für Wespen besonders interessant ist. Wie es der Zufall so wollte machten wir gerade eine kleine Pause und wollten gerade weiter als Anjin sich an einem solchen Baum fest hielt und aufschrie. Ihn hatte eine Wespe gestochen.

Seine Hand kühlt er erstmal im kalten Wasser. Nicht desto trotz setzen wir unseren Weg fort. Bis wir schließlich eine Stelle am Fluss erreichen die sich Emerald Pools nennt, aber letztlich noch besonderer als andere Fluss Abschnitte ist.

Auf dem Rückweg treffen wir noch mal einige Te Araroa Hiker die uns erzählen das sie für die nächsten Etappen hier 10 Tage Proviant mit sich tragen. Dies sind einige Kilos mehr als wir für unseren kleinen Ausflug brauchten.

Auf dem Weg zurück halten wir noch an einer Klamm die uns am Tag zuvor bereits aufgefallen ist. Anhin und ich klettern beide auf in Stück hinein bevor es mir zu moosig wird und ich lieber umdrehe. Dafür ist dabei dieses Foto entstanden welches ich von Anjin von der nächsten Brücke aus machen konnte. Könnt ihr Ihn sehen?

Weiter geht’s über Nelson nach Motueka wo wir abends am Meer sehr erschöpft ankommen und einen schönen Campingplatz finden. Heufig gehen wie bei Dunkelheit schlafen und wachen bei Sonnenuntergang auf. Es fehlen uns einfach noch vernünftige Gardinen im Van. Aber eins nach dem andern.