Abenteuer begegnen einen dann wenn man nicht mit Ihnen rechnet. Und es sind Leider nicht immer gute Abenteuer.
Nachdem wir Samstag früh erfolgreich Isabel’s Auto „BÖRBEL“ verkauft haben geht es gegen Mittag für uns mit dem Auto in Richtung Coromandel Halbinsel. Doch kaum haben wir das Coromandel erreicht, merke ich das irgendetwas mit der Lenkung des Autos nicht stimmt. Ich fahre links ran (ja-in Neuseeland fährt man auf der anderen Straßenseite) und sehe das mir mein rechter Hinterreifen am Auto geplatzt ist. Nervig aber nix schlimmes. Ich schaue nach dem Reserverad. Es ist da!
Die Überraschung dann beim kramen nach dem Werkzeug. Uns fehlt ein 🔧 Schraubenschlüssel. Nun bin ich froh die AA Versicherung zu haben. Nach ein bisschen kramen finde ich die Unterlagen und rufe die Pannenhilfe. Es dauert keine 20 Minuten und der AA (Der neuseeländische ADAC) ist da. Das Rad ist schnell gewechselt und keine Stunde später sind wir wieder auf der Straße.

Als wir dann schließlich den Ausgangspunkt unser Wanderung erreichen ist es schon 16:30 Uhr. Wir starten dennoch. Nach einer kurzen Strecke an einem Fluss geht es dann steil bergauf. Es gibt zwar Stufen, doch diese sind ganz schön steil und schon bald kommen wir sehr ins schnaufen.

Unsere Rucksäcke sind mit am Start. Schließlich wollen wir eine Nacht auf der Pinnacles Hut verbringen und müssen dementsprechend Schlafsäcke und essen mitnehmen.

Die Zeit sitzt uns im Nacken. Es wird immer dunkler. Schließlich ist es so dunkel das ich nach meiner Kopftaschenlampe kramen muss, – SHIT die habe nun ausgerechnet im Auto vergessen. So muss ich die kleine Taschenlampe an meinen Handy nutzen. Besser als nix. Plötzlich bleibt Isabel vor mir stehen und leuchtet ins Gebüsch. Dort bewegt sich etwas. Es ist ein Possum. Mein erstes Possum das ich in Neuseeland sehe.

Gegen 21 Uhr erreichen wir schließlich die Hütte. Es ist dann doch noch etwas später geworden, da wir uns in der Dunkelheit an einer Kreuzung verlaufen haben und erst nach 15min bergab gemerkt haben das der Weg nicht stimmen kann und umgedreht sind. 
Die Hütte hat Platz für 70 Gäste und war zu unserer Überraschung bis auf den letzten Platz ausgebucht. Kein Thema wir hatten ja eine Reservierung. Im Aufenthaltsraum und der Küche war es noch recht gesellig. Da wir sehr erschöpft waren und zum Sonnenaufgang auf den Gipfel wollten machten, kochten wir uns bloß noch ne Wärmflasche und gingen dann direkt ins Bett.

Die Enttäuschung dann am nächsten morgen. Der Gipfel hüllt sich in Nebel. Nicht desto trotz machen wir und auf den Weg. Wenn wir schonmal hier sind können wir die 45 min zum Gipfel auch noch laufen. 
Die Aussicht ist eher bescheiden. Wir entscheiden uns zu warten und …

nach einer viertel Stunde,mit Gesprächen über Gott und die Welt, ziehen die Wolken auf und geben den Blick frei auf eine wahnsinnige Aussicht. Das Spektakel der Aufbrechenden Wolken lässt uns verstummen und andächtig den Moment genießen.



Als wir zurück an der Hütte sind herrscht Aufbruchstimmung. Wir packen zügig unsere Rucksäcke und ich bin überrascht als Isabel das Schild entdeckt: CHECK OUT 10AM
So ein Mist. Doch der Hüttenwart ist nett und lässt uns noch entspannt auf der Veranda unseren heißen Haferbrei mit Obst essen und im Anschluss die Sachen eben nochmal spülen. Gestärkt geht es nun den Weg den wir gekommen sind im Hellen wider zurück zum Auto. Morgen müssen wir schließlich wieder früh raus und um 6:30 am auf der Quay Street stehen. Wochenenden gehen einfach so schnell vorbei.