Am 23.05 beginne ich meinen ersten Job in Neuseeland. Ich arbeite auf der Wee Red Barn. 
Hier werden alle möglichen Arten von Beeren angebaut. Wobei 70 Prozent 🍓 Erdbeeren sind. Sie wachsen auf Tischen in Gewächshaustunneln.

Die erste Woche hier besteht meist au Erdbeer pflücken, wobei und die Farm Besitzerin immer über die Schulter schaut und zu Hochleistung Treib. Nicht immer auf milde Art und weise.

Doch hin und wieder gibt es mal Abwechslung. Eines Morgens heißt es dann Raspberry picken anstatt Erdbeeren.


Außerdem werden die jungen Himbeertriebe abgeschnitten, sodass die ganze Energie der Pflanzen der nächsten Session in den Hauptteilen und die Beerenbildung geht.
Ende der Erdbeersession
Nun hieß es alle Erdbeerpflanzen samt deren Plastiksäcken von den Pflanztischen zu nehmen und auf einen Anhänger auf die Wiese zu fahren. Eine Knochenarbeit. Am Ende des einen Tages an dem ich diese Arbeit durchgehend machen musste fühlte ich mich wie ein wandelnder Zombie 🧟♂️


Neue Säcke rein und dann Pflanzen… NEIN ganz so einfach geht es dann doch nicht. Der Pflanzenboden ist dünn und hart wie ein Brett wenn man ihn in den Säcken auf den Pflanztischen auslegt. Es kommen dann zunächst die Dipper rein die dann 2-3 Tage die Säcke waschen. Hiernach wird die Erde in den Säcken per Hand gelockert. Erst dann kommt der Pflanzprozess. Wir sollen 24 Säcke pro Stunde mit Pflanzen bestücken. Dies wird genau überwacht und man wird ermahnt wenn man es nicht schafft!
Nach einigen Tagen fangen mir meine Finger von der ungewohnten Bewegung an weh zu tun. Eine Art von Sehnenscheidenentzündung. So lange es irgendwie geht mache ich weiter da ich das Geld brauche. Lange ist es nicht mehr bis die Besitzer in den Urlaub fahren und die Farm dicht gemacht wird.


Nach dem alle Erdbeeren gepflanzt sind werden die letzten Tomaten geerntet und die alten Pflanzen ebenfalls aus dem Tunnel aufs Feld gebracht. Im Anschluss das selbe Spiel mit den Paprika’s.


Zuletzt dann die Überraschung: Zwei Tage vor Session Ende feuert mich die Besitzerin. Ich würde zu langsam beim Erdbeerpflanzen gewesen sein. Andere Arbeiter waren wesentlich langsamer als ich. Ich denke mir sie hat einfach einen schlechten Tag. Meine Finger sind dankbar und ich freue mich auf das ausschlafen am nächsten Tag. Philine und Isabel die mit mir zusammen bei Jeanne wohnen haben noch etwas länger Arbeit. Mal sehen wo ich die nächste Arbeit finde.