Ich probiere am Morgen den viel beworbenen Kaffee mit Jogurt. Schmeckt aber nach recht wenig da es Naturjogurt (mit einer Schicht gesüßter Kondensmilch) ist und den Geschmack des Kaffees mildert.

Finn isst am Morgen traditionell vietnamesisch und bestellt sich eine Nudelsuppe, ich bleibe da lieber bei Süsskram, was allerdings auch etwas gewöhnungsbedürftig ist.. Ich bekomme nicht raus was das für Zeug auf dem Kuchen ist, aber es schmeckt auch nicht gut.

Der Weg in die sehr belebte Altstadt ist super laut, gehupt wird stets und ständig, ich muss oropacks nutzen um nicht ständig zu zucken wenn Fahrzeuge ständig nah neben einen hupen.

Die grötte Herausforderung die wir hier lernen müssen ist dir Straße zu überqueren..! Es gibt Ampeln aber sie meist nur Dekoration.

Auf auf einer normalen Straße fahren auf einer Spur gerne mal 2-4 Roller parallel, es ist dann oft als einer normalen Straße so als würde man eine achtspurige Straße überqueren, das was dann Überwindung kostet ist einfach los zu laufen, langsam und das wichtigste kontinuierlich, bloß nicht stehen bleiben oder zurück zucken, dann passieren die Unfälle. Soviel zur Theorie der erste Schritt über die Straße ist dennoch oft eine Überwindung aber es funktioniert tatsächlich. Auf Youtube gibt es sogar ein Video von einem der das mit verbundenen Augen tut..

Auf dem Weg in die Altstadt entdecken wir ein Hochzeitspavillon. .. romantisch an der lauten Straße gelegen..

… Aber liebevoll eindeckt: Bonbons, hier sehr beliebte geröstete Sonnenblumenkerne und Zigaretten, also alles was das Herz begeht… Hüst.

Dann besuchen wir das bekannte Hoa Lo Gefängnis. Erbaut von den Franzosen während der Besatzung um Vietnamese politische Gefangene zu inhaftieren. Die Zustände dieser Zeit werden sehr lebhaft mit Figuren und einigen heftigen Fotos visualisiert.

Das Gefängnis war für 350 Menschen ausgelegt, aber bis zu 2000 Menschen waren hier. Die Zustände kann man erahnen, zudem der ständige Wasser und Nahrungsmangel..

Als sich die Ausstellung sich mit der Zeit des Nachkrieges beschäftigt, in der das Gefängnis für amerikanische Piloten genutzt wurde, ist schwer den Texten zu glauben.
Ich habe bisher noch nie so starke Propaganda in einer Ausstellung erlebt. Auf Infotafeln kann man über die Zeit folgendes lesen
„Es war eine gelassene Zeit für die amerikanischen Piloten um darüber nachzudenken was passiert ist und um das friedliche leben und warme Menschliche zu spüren“

Gepaart mit Fotos lachender US Gefangener beim Weihnachtsessen, Arzt besuchen, Musizieren, Briefe empfangen, beim Brett- und Ballspielen…
Natürlich gab es zuvor einige heroische Fotos lachender mutiger viertnamer Soldaten die fast Spaß beim Krieg vorbereiten haben.. Und im Anschluss Fotos von Schutt und Asche zerbomtrr Krankenhäuser und viele verletzte Kinder..

Es ist eine seltsame Ausstellung bei bei man sich wohl überlegen muss was man glaubt und was Propaganda ist.

Nach den vielen neuen Informationen brauchen wir erstmal ein Kaffee. Wir besuchen ein sehr gut verstecktes Kaffee das der Reiseführer emphahl, um es zu erreichen muss man erst durch ein Seidengeschäft..

… dann durch einen langen engen Hof, vorbei an einem Antikladen dann gibt man seine Bestellung auf..

.. bevor man 3 Etagen nach oben geht und dann die Aussicht und Architektur genießt.


Ich probiere hier einen Eiskaffee mit erfrischendem Kokos.

Zurück auf der lauten Straße sehen wir sehr oft winzige Vogelkäfige vor den Häusern hängen, darin steht laute Singvögel die gegen den Lärm zwitschern..

Das wuselige Leben findet hier komplett auf der Straße statt…

Man kann hier wirklich alles kaufen, besonders oft lecker süßes Obst…

Man kann sich auf dem Gehweg die Haare schneiden lassen oder die Ohren putzen lassen..

Aber meist fragt man sich „Fußweg, welcher Fußweg“ ?


Die kleinen eng gebauten Häuser und Straßen überschwemmen uns mit so vielen Eindrücken.



Was eine mutige Verkabelung…

Eine Kathedrale hier zu sehen ist durchaus seltsam, aber immerhin 7% der Einwohner sind Katholiken…

Und 14% Buddhisten..


Ein toller Tempel im Hinterhof versteckt… Was eine Ruhe hier!

Zum entspannen verkosten wir heute noch ein Kaffee mit Banane und einen Kaffee mit sehr süßem Eischaum…

Am Ende des Tages sind wir voll mit buntem Koffein 😜👍

Am Abend treffen wir uns zum essen mit meiner Freundin und local guide Mandy.

Wir gehen herrlich untouristisch Frühlingsrollen essen, die man sich selber zusammen bastelt, als Füllung hat man Salat, viele Kräuter, Mango-, Kochbanane- und Gurkenstreifen, eine Art Klops am Spieß und frittiertes Ei gefüllt mit Sprossen und Garnelen, super leckere spannende Sache!


