Die Nacht schlafen wir so unruhig wie noch nie. Und das liegt nichtmal an den Spinnen, die hier so gross sind wie Glühlampen… Daran sind wir irgendwie sogar bereits gewöhnt…

Die Luft ist extrem feucht schwül warm, alles im Haus riecht müffig schimmelig. Wir bekommen ein Frühstück das aus Reisnudeln und gebratenen Zwiebeln besteht und recht lecker ist. Nach einem Rundgang auf dem kleinen Hof, mit 200 Hühnern und einigen Gänsen…

Erfahren wir auch, das der Welpe keinen Namen hat, weil er mal in der Pfanne landen wird.. Ahja

Zusammen mit unserer Gastgeberin fahre ich am Morgen kurz auf den Jahren Markt um lokale süße Gebäckteilchen aus Reise zu kaufen und später zu probieren. Wirklich jeder dort starrt mich an, so oft kommen Fremde auch hier nicht her.

Da wir nichtmal ein Taxi rufen können fährt uns der Nachbar zurück in die Stadt und lässt sich gut dafür bezahlen. Noch ein, zwei Andenkenfoto vom Couch surfing Host Anna…


Es war nett, aber Irgendwie ist mein Bauchgefühl ganz froh diesen Ort zu verlassen.

Das kleine Betonhausdorf..

Es ist Wahnsinn was es für ein gehupe hier ist, vor jeder Kreuzung die passiert wird ist kündigt man sich lautstark an.

Als nächstes treffen wir eine Englisch Klasse. Den Kontakt zu dem Lehrer haben wir ebenfalls vom Couch surfing.


Zunächst beantworten wir einige Fragen der Studenten, dann gehen wir mit ihnen zusammen Essen was eine gute gute Atmosphäre ist und Spaß macht. Der Lehrer verkrümmelt sich zuvor wortlos, ich verstehe schon das die Studenten gezwungen werden sollen Englisch zu lernen und anzuwenden, aber etwas unhöflich ist es meiner Meinung nach schon uns gegenüber.

Nachdem wir schließlich noch Kaffee trinken waren reicht es uns langsam, bis zum Bus der am nachmittag fahren soll spazieren wir zum Park, leider ist dieser voll Kommunistischer Propaganda vieler Zäune und ständig Polizisten der Beigeschmack der hier in der Luft liegt schmeckt mir so gar nicht und ich merke daher mich mit Vietnam anzufreunden fällt mir derzeit noch schwer.

Die Umrechnung der vietnamesischen Dong sind 1€ zu 26.000 Dong was wieder ein neu umdenken erfordert.

Der Englischlehrer ist dann immerhin noch so nett uns an eine laute Schnellstraße zu fahren wo wir auf den Bus warten sollen. Ich zweifel irgendwie dass das eine gute Idee ist aber es funktiert tatsächlich und 15 Minuten später geht’s im Liegebus weiter nach Ninh Binh und das tut gut.
Der Essensstopp zwischendurch ist super turbulent, ein haufen Busse, die alle gleich aussehen und dann die Sache wie man jetzt hier essen bestellt…. mich überfordert das Ganze im halbwachen Zustand… Das System ist nicht ersichtlich und keiner spricht mal wieder englisch. Finn wird aber zum Glück kreativ, tippt auf eine Suppenschüssel und fordert so das uns wer hilft. Eine Frau hilft uns bereitwillig weiter, ohne Hilfe hätten wir hier keine Chance gehabt, es geht laut und hektisch zu aber die Suppe ist günstig und gut.

Ein wenig putzig find ich bei jedem Stopp mit den Liegebussen diesen Korb mit Schlappen.. Die eigenen Schuhe werden jedesmal feinsäuberlich in Plaste eingetütet und so kann man schnell an den Raststätten raus hüpfen.

Für die nichtmal 200 Kilometer brauchen wir 5, 5 Stunden. Sehr ko kommen wir nach 22:30 Uhr erst spät an der heutigen Unterkunft an.

Wir gönnen uns nach den zwei sehr intensiven Tagen heute mit 17€ ein nobeles Zimmer im Grünen, mit herrlicher warmer Dusche und vor allem: mit Ruhe! 