Bei gemütlicher Jazzmusik gibt’s französisches Frühstück im Cranky T, passend wo in Laos einiges an französischen Einflüssen zu finden gibt.

Finn will heute unbedingt die 50 Kilometer in den nächsten Ort trampen…

Ich gebe ihm eine Stunde und sage vorher noch „aber ich setzte mich nicht zwischen Kühe“..

Einige schicke grosse saubere Autos fahren einfach weiter. Schließlich hält ein Transporter mit einer Kuh. Vorn ist allerdings voll, überraschenderweise rutscht die Familie aber zusammen, macht uns vorn Platz und nur unser Gepäck werfen wir zwischen die Beine der Kuh… (Oh man bitte lass sie unterwegs nichts verlieren..) Zusammen mit zwei Männern und einer Frau mit Baby geht’s also weiter nach Osten in die Stadt Muang Kham. Wieder sind wir beeindruckt das die ärmeren Menschen uns mitnehmen… Die Kuh ist zum Glück vorbildlich und kackt nicht auf unser Gepäck und eine Stunde später sind wir entspannt am heutigen Ziel Muang Kham.

Ein schlichtes Hostel für 3,5€ pro Nase ist schnell gefunden. Leider ist der Vermieter recht mürrisch und wenig hilfreich bei der Informationssuche wie es von hier übermorgen weiter geht über die Grenze nach Vietnam. Wir nutzen die Mittagshitze für einige online Recherche leider mit wenig Erfolg. Nachdem wir weder auf dem Markt noch am Busbahnhof jemanden finden der englisch spricht versuchen wir in den anderen Hostels der Umgebung wen zu finden der uns bei Informationen zur Weiterreise helfen kann. Leider existieren die Hostels nicht, oder sie verstehen uns nicht.

Wir werden etwas mürrisch und nervös wie es nun weiter geht. Seltsames Gefühl mit googeln Null voran zu kommen, aber wir sind sicher irgendwie geht’s immer weiter.

Wir beschließen uns unsere Laune nicht verderben zu lassen und machen einen sehr netten 3 Stunden Spaziergang ins Grüne. Der Weg ist herrlich, geht zunächst durchs Dorf…

Dann entlang an einfachen Hütten am Wasserlauf entlang..


Überall grüssen uns nette Menschen und winken.. Wir sehen den ganzen Tag in diesem Ort nicht einen Backpacker und sind vermutlich eine Attraktion.


Schließlich werden wir von einer sehr gut gelaunten Runde herüber gewunken. Wir gehen näher und sehen das die Männer um einen grossen Tonkrug herum sitzen – dort heraus ragen zwei Strohhälme und wir ahnen schlimmes. Reisschnaps.. Wir bekommen sofort höflich Stühle angeboten, aber da alle Männer auf dem Boden eines Teppichs sitzen tun wir das auch. Mir fällt auf das die zwei Frauen und Kinder der Runde außerhalb des Teppichs auf Stühlen sitzen und an der Party nur am Rande nüchtern teilnehmen. Wir haben gut Spaß auch wenn wir kein Wort verstehen und keiner so recht von ihnen englisch kann. Finn probiert vom starken Schnaps, ich bleibe dann doch lieber gleich beim guten alten Beerlao.

Es war ein cooler erfrischender Abstecher auch in dieser netten Runde von Einheimischen.

Unser Spaziergang führt weiter über Reisfelder,..


Vorbei an Hütten und kleineren Herden von Wasserbüffeln.

Hier draußen gibt es einen kleinen hot pot, er kostet aber Eintritt und die Anlage gefällt uns nicht so sehr. Uns genügt für heute der herrliche Abend Spaziergang.



Nach insgesamt 18 Kilometern zu Fuss sind wir am Ende echt Platt.

Ganz schön ordentlicher Aufstieg…

Zurück am Marktplatz suchen wir noch etwas zu essen und finden Gemüsen mit Reis, ein sehr einfaches aber gutes Gericht für 1,5€.

Beim Essen können wir kaum glauben das wir eine Backpackerin aus Frankreich auf der Strasse entdecken, sie setzt sich für ein gemeinsames Essen und Getränk zu uns – auch wir sind für Sie die ersten heute die englisch sprechen. Im Laufe es Abends spricht uns ein Laote aus der Nachbarstadt an aus der wir kommen, er kann englisch! Wir bekommen einigermaßen hilfreiche Informationen zu den Bussen – so richtig hält hier nämlich keiner, sie fahren von der Stadt aus der wir kommen durch bis zur Grenze, das heisst wir müssen den Bus an der Straße abfangen.. Na das wird nochmal ein Abenteuer für sich werden…