Am Morgen hoffe ich kurz dass Finn verschläft. Aber nix da, also stehen wir 5 Uhr auf und wollen den Berg über der Stadt vor Sonnenaufgang erklimmen. Auf dem Weg nach oben sehen wir einige Mönche in ihren herrlichen leuchtenorangen Gewändern auf der Straße – sie sind auf dem Weg um Essensgaben von den Bewohnern einzusammeln. Da das gutes Karma für die Gebenden gibt müssen sich die Mönche dafür nicht bedanken – sondern wenn sogar ehr andersherum, dass der Gebende muss dankbar sein, das er die Möglichkeit hatte was Gutes zu tun bzw sein Karma aufzuwerten. Auch eine spannende Sicht der Dinge.

Auf dem Weg durch die noch anhaltende Dunkelheit denke ich daran das Aufenthalt hier sauberer ist als erwartet. Auf der Straße liegt nicht mehr Müll als bei uns, die Zimmer im Hostel sind sauber, wir bekommen sogar flauschige weiße Handtücher, die Duschen sind sofort warm, und auch unterwegs sind alle Toiletten sauber und es riecht auch nicht komisch. Das hätte ich so nicht erwartet.
Auf der Bergspitze ‚Phou So‘ steht eine grosse Pagode, neben der eindrucksvollen Spitze über der Stadt schauen wir der Morgendämmerung zu.

Wie mystisch:

Wir hören sehr viele Vögel, vor allem Hähne lärmen im Morgen lautstark.

Auf dem Weg zurück sehe ich erst die vielen vielen goldenen und teils sehr grossen Buddhas..



Daaa oben waren wir eben..

Nach dem morgendlichen Spaziergang gibt es im Hostel ein einfaches aber super leckeres Frühstück, wir wählen Omelette mit Tomaten, Zwiebel und Brot und verspeisen noch extra super süsse und reife gekaufte Früchte vom Markt.

Und das Frühstück hat auch noch einen tollem Ausblick.

Dann schwingen wir uns auf den Roller und wollen zu einem 30 Kilometer entfernten Wasserfall fahren. Auf dem Weg decken wir uns mit einigen Früchten ein..

Und wir beobachten Mönche auf der Baustelle.. Wahnsinn alles mit Bambus Gerüsten und die Mönche auch bei dieser Arbeit auch nur in Gewänder gehüllt – kein Helm, keine Arbeitsschuhe..

Während einer Kokosmilchpause mit herrlichem Ausblick auf Reisfelder…

… springt Finn plötzlich erschrocken auf, uhaa diese recht grosse Spinne ist eben über seine Hand gekrabbelt, argh.

Am Örtchen Thapene angekommen stehen wir vor dem Tor zum Nationalpark Luang Si.

Auf dem Weg zum Wasser sind einige grosszüzige Gehege mit Mond- und Sonnenbären, was für schöne Namen für diese recht kleine Bärenart. Diese Bären werden hier aufgepäppelt nach Krankheiten und wieder ausgewildert.

Die vielen Wasserfälle samt flacher Becken davor sind sowas von schön!

Die Farbe des Wassers ist ein sehr schöner zarter Türkiston.

Das besonders schöne daran: man darf hier sogar baden.

Aber vorher wollen wir den grossen Wasserfall umrunden..

Wir schnaufen ganz schön den Berg hoch, der Weg ist sehr steil, hohe Abstände zwischen den Tritten und zudem arg ausgewaschen.

Oben gönnen wir uns daher eine kleine Schaukelpause.

Die Stufen sind auf dem Weg zurück recht überspült und das mitten in der Trockenzeit, und nach starken Regenfällen sicher nicht mehr laufbar..

Schließlich haben wir uns das Baden verdient, das Wasser ist recht frisch aber einmal überwunden dennoch herrlich und sehr erfrischend.

Unseren Hunger danach stillen wir wieder mit sehr leckerem gegrillten Fisch, dazu Reis und eine sportlich scharfe Soße.

Als Nachtisch holen wir uns noch mal diese unfassbar Leckeren Kokosbällchen, aussen sind sie wie Eierkuchen, innen aber sehr weich wie dicker Brei, mit frischen Kokosgeschmackt, intensiv aber nicht zu viel, und nicht zu süß und warm. Wir lieben die Teile!


Auf dem Rückweg fahre ich, man kann auf der Straße kaum die Natur bewundern, weil ständig echt tiefe Schlaglöcher auf der Straße sind in die man nicht fahren sollte, oft sieht man sie aber erst knapp vorher..

Auf der Hälfte der Strecke machen wir Rast mit einem Bananenplanttagen Spaziergang..

Und einem Besuch eines Tempels mit grossen schönen Elefantenstaturen davor.


Kurz vor unserem Hostel passiert was super unnötiges, wir werden blöde von einem Roller aus einer Nebenstraße geschnippelt, als ich versuche auszuweichen verliere ich das Gleichgewicht und in gefühlter Zeitlupe fallen und schlittern wir über den Asphalt. Wir hatten Glück im Unglück. Ich fuhr langsam und es ist nichts schlimmes passiert, ich habe nur leichte Schürfwunden, Prellungen an den Händen, Finn sein rechter Arm hat eine etwas tiefere Schürfwunde und sein Handy ist danach kaputt. Zum Glück hat er eine Versicherung und der Roller hat nur einen kleinen Kratzer. Uff. Von allen Seiten half man uns von der Straße und gab uns Wasser für die Schürfwunden.
Wir sind danach etwas durch den Wind, wir treffen uns mit Lisa und essen zusammen noch eine Kleinigkeit. I’m Anschluss ruhen wir uns aus. Auf dem langsamen Spaziergang , über den Nachtmarkt, zurück zum Hostel, merke ich immernoch wie alle Schürfwunden sich bemerkbar machen, Finn geht es auch so und geht daher früh schlafen. Was ein Tag. Ich schreiben noch meine Gedanken vom Tag auf, nebenan unterhalten sich einige andere Backpacker aber für aktive Kommunikation bin auch ich für heute zu müde und voll von Eindrücken.
