In den letzten 2-3 Jahren bin ich zwar sehr viel gereist aber in Asien war ich noch nie, diesmal bin ich tatsächlich vor der Reise aufgeregt. Finn, mein TV Kollege von der AIDAblu und ich haben die Idee zusammen gesponnen einfach ein Stück Finn und Lisa zu begleiten, also sind wir nun einer mehr in der Reisegruppe Asien.
Mein Flug mit der Thai Airways ist 12 Stunden lang aber ruhig. Nach dem Umstieg in Bangkok, dann geht’s weiter nach Luang Prabang wo ich Ortszeit 10:30 Uhr lande. Die Zeitverschiebung beträgt 6 Stunden, die Wärmeverschiebung von 12 auf 36 Grad, uha.

Natürlich habe ich es wieder erst im Flieger geschafft den Reiseführer zu lesen, aber irgendwie mag ich auch das spontane und kurzfristige Entscheiden und überraschen lassen. Aber ich hab ja mehr als genug Zeit dafür während des Fluges. Ich lerne aus dem Buch dass Luang Prabang die ältesteste erhaltener Tempelstadt Südostasiens und Weltkulturerbe ist. Von den ehemals 65 Klöstern sind heute mehr als 30 noch aktiv und machen die Stadt zu einem wichtigen buddhistischen Zentrum trotz gerade mal 50.000 Einwohnern. Ich freue mich so unfassbar auf die kommenden 25 Tage hier, es ist seltsam die Nacht übersprungen zu haben aber ich bin sowas von wach und vorfreudig und der gute Finn holt mich sogar am Flughafen ab, fix Geld abgehoben und eine Sim Karte gekauft für mobile Daten (ja, jetzt hab ich eine Laotische Handynummer), mein grossen Rucksack zack auf den Rücken und schon brausen wir zusammen auf einem knallroten Roller durch Loas. Ich bin sowas von happy!

Allein die kurze Fahrt zum Hostel ist schon ein tolles Gefühl von Freiheit. Die Fortbewegung auf dem. Roller find ich toll, man spürt die Wärme, den Wind, hört und schmeckt alles woran man so vorbei kommt,toll!

An die Umrechnung hier muss ich mich noch gewöhnen, für eine Nacht Hostel in einem 8.mann Zimmer zahlen wir 40.000 Kip, was 4€ sind, dafür aber sogar mit Frühstück… Schuhe werden natürlich brav vor der Tür ausgezogen..

Es ist gerade mal mittags und der ganze Tage steht noch vor uns super, da es so warm ist beschließen wir zum ankommen erstmal zu meinem Wasserfall zum Baden zu fahren. Eine halbe Stunde düsen wir zu zweit auf dem kleinen Roller durch herrliche grüne hügelige Landschaft und durch mehrere Dörfer.

Unterwegs kaufen wir noch eine unfassbar frische Ananas, die hab die alte Dame sogar vor unseren Augen schält und klein schneidet und das für umgerechnet 70 Cent.

Kurz vor dem Ziel bin ich schon das erste Mal beeindruckt:mein erster Tempel den ich hier sehe!

Kurz vor dem Wasserfall stellen wir fest das wir ein Boot brauchen, für einen Euro bringt man uns ein Stück flussaufwärts und ans andere Ufer.


Dort entdecken wir badende Elefanten – zwar mit Touristen auf dem Rücken aber dennoch ein faszinierender Anblick.

Da gerade Trockenzeit ist, ist der Wasserlauf nicht sehr stark aber dennoch ein schöner ruhiger Ort.

Und ja hier drin sind wir geschwommen, erstaunlich frisch Wars sodas wir uns anfangs schon etwas überwinden müssen..

Den meisten Weg laufen wir sogar ganz allein gute 2 Stunden durch den Dschungel.

Der Weg ist zwischendurch arg abenteuerlich aber wir trauen uns auch hier herüber, ohne nass zu werden.

Nach der Wanderung bin ich super hungrig, also den ganzen Weg zu Fuß, Boot und Roller zurück und auf den Markt.

Unfassbar die Auswahl, es riecht an jedem Stand herrlich! Neben Fröschen liegt aber auch ’normal‘ leckere Auswahl an Tier.

Das Essen ist einfach aber sowas von lecker, leicht scharf gewürzt – abrr nicht zu viel , etwas Zitronengrass und den Rauch der Holzkohle. Wir entscheiden uns für einen Fisch, Hähnchenschenkel, Frühlingsrollen und etwas Reis und verspeisen alles mit Blick auf den Fluss Mekong.


Finn bietet mir an mir dem Roller nun mal zu fahren.. Ich hab total Lust darauf, aber meine letzte Fahrt auf der Simson ist auch schon wieder 3 Jahre her.. Aber nur nur wenigen Meter ‚arghhh‘ schreien und Unkoordiniertheit läufts doch ganz gut und macht Spaß. Ein Glück ist hier wenig Verkehr und das jeder mal rechts mal links überholt stört wenig.
Danach stürzen wir uns ins Nachtleben. Es ist 19 Uhr und dunkel. Überall sitzen die Menschen an der Straße und hören laut Musik oder singen fleißig Karaoke. Es ist eine tolle Atmosphäre ohne zu stören. Der lange Nachtmarkt ist belebt aber nicht zu voll, ideal zum Stöbern.

Schließlich lotzt mich Finn in die chill out Bar ‚Utopia‘, direkt am Wasser und mit super bequemen grossen Sitzkissen, diese Bar ist ihm zu recht empholen worden (es hat ja doch seine Vorteile das er jeden aber auch echt jeden hier anquatscht, er ist erst ein Tag vor mir hier angereist aber kennt hier gefühlt jeden vierten auf der Straße)

Beim leckeren lokal Bier ‚Beerlao‘ (für 4 Bier schlappe 5€) wird mir Klar, dass die Reise mit Finn öfter tief philosophisch werden wird und ich freue mich darauf.