Finn Halvar
Als ich das Flugzeug heute morgen verließ, hatte ich gemischte Gefühle. Es war eine Art Achterbahn. Auf was habe ich mich da nun eingelassen? – ging mir durch den Kopf? Die Idee nach Thailand zu reisen war an für sich sehr spontan im Oktober gekommen, als Lisa mir schrieb das der Plan zum Feuerwerk 2018/19 nach Sydney zu fliegen doch leider nichts werden würde und mich fragte ob wir stattdessen lieber zusammen mal nach Asien reisen wollen. Damals dachte ich nicht lange nach und stimmte zu. Ich bin ein sehr welt-interessierte Mensch. Ich liebe es in unbekanntes Terrain aufzubrechen und die Menschen als auch die Welt aus anderen Perspektiven zu erleben.
Doch zurück zur Ankunft: Warum bin ich hier, fragte ich mich? Mir geht doch so gut zu Hause. Warum nehme ich bloß all diese Unwägbarkeiten auf mich? All die Sachen die mir hier passieren könnten! Ich musste mir eingestehen ich hatte Angst. Wie vor allem wird das zusammen reisen mit Lisa funktionieren? Auch wenn wir auf gewissen Ebenen sehr ähnlich denken, sind wir auf anderer Eben doch sehr verschieden. Wie gut kenne ich Lisa wirklich? Mir wurde klar, dass wir eben noch nicht viel Zeit miteinander verbracht haben. War es eine Gute Entscheidung sich auf eine Reise mit Ihr einzulassen? Naja, dachte ich wenn alle Stricke reißen muss ich halt alleine weiter reisen. Aber da meldete sich schon meine Angst, was wenn es dir mal schlecht geht? Was dann? Nein, ich bin sehr dankbar mit ihr gemeinsam unterwegs zu sein. Wir werden uns bestimmt noch eingrooven.
All diese Gedanken gingen mir durch den Kopf während wir gemeinsam zur Airport Link Bahn gingen. Doch nun kam die nächste Herausforderung. Wie sollten wir zu unserem Hostel kommen? Da ich vor 2 Jahren schonmal hier war fühlte ich mich in der Verantwortung den Weg zu finden. In der Bahn überkamen mir jedoch die Zweifel. War ich in der Lage den Weg zu finden? Was wenn ich uns falsch Lotsen würde. Ich entschied mich Makkasan- Station auszusteigen anstatt meine ursprünglichen Plan zu folgen bis zur Endstation zu fahren und von dort mit Lisa einen Taxi zu nehmen. Ich sagte Lisa das ich nicht genau wisse wie wir am besten zum Hostel kommen. Ich mir unsicher sei und schlug, von hier an der Makkasan-Station in die Metro zu wechseln. (Welch besschissene Idee – wäre ich doch mal bei meiner ersten Intuition geblieben.)

So fuhren wir mit der Metro zur Sukhumvit-Station. Dort stiegen wir um und fuhren bis nach Hua Lapong in die Nähe des Chao Prahya River, der Bangkok in zwei Hälften teilt. Doch wie kommen wir über den Fluss? Ich fühlte mich Hilflos und müde. Auf der Ofline-Karte meines Handys sah ich das wir außerdem sehr von unsere Route abgekommen waren. So schlug ich vor ein Linienboot zu nehmen. An dem Anleger stellte sich heraus das hier jedoch nur ein Boot quer über den Fluss setzt. Gott sei Dank hörte Lisa ein Ehepaar deutsch sprechen und sprach sie an. Sie halfen uns den richtigen Anleger zu finden.

Endlich auf dem richten Dampfer (Boot) sitzend merkte ich wie erschlagen ich mich fühlte. Und wieder kamen die Gedanken in mir auf, warum ich jetzt nicht bei einem Freund in Deutschland bin? Warum in Bangkok? Und trotz dessen das ich mit Lisa unterwegs war fühlte ich mich allein. Es war ein trauriges Gefühl und es überuppelte mich. Ich hatte irgendwie erwartet mit Euphorie hier anzukommen. Mit offenen Mund staunend zum Hotel zu fahren. Werde ich alt? Was hat sich in Gegensatz zu meinen bisherigen Reisen geändert? – mit diesem Gedankenchaos kamen wir schließen bei unserem Hostel an. Ich war dankbar eine frische Dusche nehmen zu können und merkte erst im Bett liegend nochmal wie krass erschöpft ich war.
Lisa
Was ist da noch hinzuzufügen?? Um die Seite nicht komplett zu sprengen, reicht ein Wort.
Gefühlschaos!!!
Oder doch nicht:)
Sich verloren fühlen in solch einer kuriosen Stadt ist ein Gefühl, welches ich kaum in Worte fassen kann. Denn es ist wie ein großer Kampf zwischen Engel & Teufel auf meinen Schultern…und dazwischen mein Kopf.
Na toll…als wenn die nächtliche laute Klimaanlage im Zimmer, der Lärm auf den Straßen nicht schon genug Kopfschmerzen bereitet. Mal nicht zu vergessen, das Finn Nachts ganze Wälder abholzt;) Also sind es schon 3
Engel*Teufel*Schnarchmonster: Glückwunsch Lischen
Wie Finn schon erwähnt hat…grooven wir uns ein. Das macht es ja so spannend. Wir harmonieren recht gut als Freunde und haben uns auf dem Schiff schon schätzen gelernt, da ich meine, dass wir offen und klar miteinander kommunizieren können.
Mir war es wichtig diesen Asientrip mit jemanden zu machen der Neutral, Reiselustig und jetzt kommt es…Finn nicht böse sein…nicht mein Typ Mann für eine evtl. sich entwickelnde Beziehung ist. Was ja anscheinend oft aus solchen Trips am Ende hervorgeht. Da wir klar und deutlich, darüber geredet haben, wissen wir sehr gut woran wir sind.
Beste Voraussetzung für eine gut funktionierendes Team💪
Ich mag dich trotzdem Finn😋 Und danke Dir für diesen gemeinsamen Trip, die Erfahrung und Geschichte die wir schreiben. Denn die bleibt für immer.
Trotz allem ist es eine Herausforderung zu zweit zu reisen!
Dann ist es wichtig, sich aufeinander abzustimmen und gegenseitig aufeinander einzugehen. Ganz ohne Schwierigkeiten klappt es wohl nicht😉
1000 Dinge schwirren mir durch den Kopf und ich muss erstmal den Jetlag überwinden um klarer zu werden. Zeitgleich meine ich, dass es einfach dazu gehört am Anfang solch einer Reise, so matsch im Kopf zu sein.
Wie….Wo….Was…..Wann… kommt dann von ganz allein…hoffe ich und gehe nun mit nicht viel weniger fragen im Kopf ins Bett.
Denn wie würde Mutti sagen? Lischen, du musst dein Köppi schonen, damit du wieder klar denken kannst. Gute Nachti…Ich hab dich lieb und Küsschen<3