Geburtstagskuchen und Chinatown

Heute schliefen wir erstmal bis 16 Uhr. Wach wurde ich davon das es so heiß war das ich es einfach nicht mehr aushielt im Bett liegen zu bleiben. Es ist einfach so ein herrliches Gefühl dann unter die Dusche zu steigen. Das kalte Wasser auf der Haut zu spüren. Mit dem Bewusstsein das dieses angenehme Gefühl der kühle nicht lange anhalten wird. Hier ist es einfach feucht warm.

Ich hatte mir schon vor unserer Reise einige Gedanken gemacht wie ich Lisa zu ihrem Geburtstag überraschen könnte. Da für mich ein Geburtstagskuchen unweigerlich zu einem Geburtstag gehört, beschloss ich einen in Deutschland zu backen. (keine Ahnung wo ich einen in Bangkok bekommen hätte) Leider stellte ich fest das dieser auf dem Flug in meinem Rucksack gelitten hatte und mehr ein Fladen war als ein runder Obstkuchen. Doch nach dem Motto: „die Geste zählt“ – steckte ich heute morgen die Kerzen auf den Kuchenzündete sie an und klopfte an die Zimmertür. „Viel Glück und viel Segen auf all deinen wegen Gesundheit und Freude sei auch mit dabei…“ Das Geburtstagslied durfte natürlich nicht fehlen. Die Überraschung war mir gelungen. Es war schön zu sehen wie Lisas Augen im Schein der Kerzen strahlten.

Nach der kleinen Feier zog es und dann nach draußen. Gegenüber unseres Hostels fanden wir ein paar neue Schuhe für Lisa mit denen es nun auf die Erkundung der Innenstadt gehen konnte.

Sortiertes Chaos

Vertrauensvoll stiegen wir in den Bus 42 ein. Er fuhr in die Richtige Richtung – ob er uns jedoch dort hinbirngen würde wo wir hin wollten? Eine spannende Frage. Die Busfahrpläne entziehen sich meines Verstandes.

So verfolge ich auf einer Karte auf meinem Handy in welche Richtung wir fahren und gebe Bescheid das wir aussteigen sollten,F falls der Bus die Route zu unserem Ziel zu sehr verlässt – oder, so wie heute, wir einfach an unserem Ziel angekommen.

Wir fuhren zum Golden Mount, da es schon 18 Uhr war und die Sonne langsam begann sich gen Horizont zu neigen.

Ich war gespannt ob es mir beim betreten der Tempelanlage so ergehen würde wie zwei Jahre zuvor. Es war so! Wir gingen um eine Ecke und all die Hektik der Lärm und die Menschenmassen verstummten. Es war Ruhe. Es tat gut und einmal mehr wurde mir bewusst was für eine Sehnsucht ich nach eben solcher Ruhe in mir trage.

Der Tempelberg lag vor uns. Auf weißen Treppen ging es bogenförmig um den Berg hinauf zum Gipfel auf dem die Goldene Tempelanlage sich hoch über Bangkok erhebt. Ich konnte es kaum erwartet die Aussicht auf die Stadt und die Skyline von oben zu sehen. Es war schön recht dunkel als wir oben ankamen. Den Sonnenuntergang hatten wir verpasst. Aber dennoch as Panorama das sich einem dabot war schon der Wahnsinn! Nach einen Moment des innehaltend Folgte ich Lisa in den Tempel. Das erste was mir auffiel waren die Glocken die am Dachsaum des Tempels hingen und im Wind hin und wieder leise helle Klänge von sich gaben.

Über eine kleine Treppe ging es weiter auf die Oberste Ebene. Dort hing ein Gong: Willst du den mal schlagen und ich film dich?“- fragte Lisa. „Meinst du das ist erlaubt?“ – mir ist es wichtig mich respektvoll in Tempelanlagen zu verhalten und nicht Dinge zu tun die Mönchen vorbehalten sind. Da ich aber kein Schild weit und breit entdecken konnte willigte ich ein. Der tiefe Klang des Gongs erfüllte meinen Körper mit Wellen. Er hatte etwas beruhigendes an sich. Gemeinsam ließen wir uns auf einer Bank nieder. Ich verlor mich in meinen Gedanken wärend ich die Goldene Spitze des Bergs vor mir betrachtete.

Der Golden Mount

Es war schön. Die Ruhe. So langsam komme ich hier an und kann die vielen neuen Eindrücke auch wirklich aufnehmen.

Unser Hunger brachte uns dazu aufzubrechen und uns auf den Weg Nacht Chinatown zu machen. Die Gassen waren dunkel und teilweise auch etwas unübersichtlich? „Wie kann man hier Wohnen?“ fragte Lisa plötzlich von der Seite und riss mich aus meinen Gedanken. „Ich denke es ist eine Sache der Gewohnheit“ – entgegnete ich ihr, „wenn man hier aufwächst und nix anderes kennt. Für die Menschen hier mag es schwer vorstellbar sein auf dem Land zu wohnen, da sie den nächsten 7 Eleven um die Ecke gewohnt sind.“

Wenn ich unterwegs bin und in fremde Länder Reise ist es mir wichtig erstmal nix zu bewerten, sondern vielmehr zu beobachten. Er dann, so habe ich den Eindruck, erschließt sich mir langsam die Lebensart der Menschen. Wenn ich anfange zu vergleichen und festgestellte das ich es zu Hause viel schöner habe und es hier eingefluchtet ganz schrecklich ist, dann beginne ich mich selbst auch unwohl zu fühlen und will eigentlich nur noch nach Hause. Diese Reiseweisheit entwickelte ich in mir als ich nach der Schule an einem Austauschprojekt nach Kamerun teilnahm und 3 Wochen dorthin reiste. Es war damals mein erster Kontakt mit einer Kultur die der westlichen/europäischen Kultur so überhaupt nicht ähnelt.

Ein paar Ecken weiter entdeckten wir eine Suppenküche und entschlossen uns mutig hier mal das Essen zu probieren. Würde es uns bekommen? Oder droht uns morgen Durchfall, – ging mir durch den Kopf. Das Essen war gut lecker und reichhaltig. Wenn man es nüchtern betrachtet so war es um 19 Uhr unser Frühstück.

Suppenküche an der Starßenecke

Gestärkt ging es nach Chinatown. Und da war sie eine Straße voller kleiner Marktstände. Und was es nicht alles gab: Kirschen, Kokosnüsse, neben Unterwäsche oder ganzen Küchenzeilen. Alles wurde hier verkauft. Wir drängten uns durch die Menschen und auf einmal waren wir auf einer Straße auf der Rechts und Links Fisch, Hummer und was es sonst noch für Meerestiere gibt, auf Woks über oder Kohlegrills am Straßenrand zubereitet und verkauft wurde. Auch einen kleinen Stand mit fritierten Mehlwürmern, Heuschrecken und Skorpionen konnten wir hier finden.

Weiter zur Skybar in der Nähe vom Siam Center dachten wir uns. Schließlich war es nach wie vor Lischens Geburtstag und wir wollten noch gebührend auf diesen anstoßen. Doch die Suche nach einem Taxi gestaltete sich schwieriger als ich angenommen hatte. So sprangen wir spontan in einen Bus der gerade vorbei kam in der Hoffnung dieser würde uns in die richtige Richtung fahren. Doch dieser nahm eher Kurs in Richtung Kaosan Road. Und spukte uns am Sanam Luang Park aus. Dort entschlossen wir uns müde dann doch eher zum Tuk Tuk Hostel zurück zu kehren und uns die Kaosan Road für den nächsten Tag aufzusparen.

Unser Tuk Tuk Hostel

Nun sitzen wie gemütlich auf dem Sofa in der Lobby unseres Hostels und ich nutze die Zeit den Tag beim Schreiben dieses Blogs revoir passieren zu lassen. Morgen wollen wir uns unserem Jetlag stellen und den Tag um 10 beginnen. Mal schauen ob das was wird.

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